«Endless Summer» - Fantasie-Adaption einer Mit Mersey/Mississippi

Vorbemerkung

Ein Baubericht ist zentral, will ich ein Schiff bauen und dabei auf die Hilfe von anderen Modellbauern zählen können. Diese Freunde sind heute im Internet zu finden...für mich im Forum www.schiffsmodell.net

Da leider bei der Migration auf eine neue Forensoftware sehr viele meiner Fotos, die in die Bauberichte eingebunden waren, verloren, was mich jetzt dazu veranlasst, die Bauberichte einen nach dem anderen hier in mein eigenes Forum umzusiedeln - inklusive der zugehörigen Fotos und Bilder.

 

 

5. Oktober 2008

moinmoin

Seit Tagen stöbere ich durch dieses geniale Forum - auf der Suche nach Infos zu meinen vielen Fragen, um mich inspirieren zu lassen und weil hier so viele spannende Beiträge zu finden sind.
Ein supergrosses Kompliment an Betreiber und vor allem an die vielen kompetenten User und (Modell)Kapitäne!

Vor ein paar Wochen habe ich entschieden, mich wieder an ein Schiffsmodell zu wagen. Das letzte war vor 17 Jahren der Ganzholz-Baukasten «St. Germain» von Robbe (den es leider, leider nicht mehr gibt!).

Kommentare zu diesem Baubericht bitte im Kommentarthread abgeben. Freu mich auf Eure Meinungen!

Meine Modellbau-«Karriere» begann mit der «Krabbe Tön» vor etwa 35 Jahren, der «Bugsier3» war mein zweiter Anlauf. Beide Modelle mit ABS-Rumpf und sehr detaillierten Aufbauten.

Einen Abstecher in die Luft war mein extrem absturzgefährdeter «Charter» - selber fliegen ist viel einfacher als mit'm Modell...

Als begabter Bastler, aber ohne Fachwissen, als Binnenländer mit grosser Affinität zur See (muss wohl was mit einem meiner früheren Leben zu tun haben) und auf der Suche nach echter Herausforderung für lange Winterabende habe ich mich entschieden, einen Eigenbau nach Bauplänen anzugehen.

Schnell war klar, dass es sich um ein Arbeitsschiff handeln soll, da Sonderfunktionen, Rumpfform und Fahrbild dieser Schiffstypen mir am besten gefallen und aus meiner Sicht die grössten Herausforderungen darstellen.
Irgendwie gefielen mir die Tugs der «Smit» Reederei auf Anhieb: http://www.smit.com/sitefactor/page.asp?pageid=815 ... da musste ich gar nicht mehr lange weitersuchen.
Zum Glück fand ich bei Sievers (http://www.modellbau-sievers.de/) einen Bauplan für die «Mersey», welchen ich bestellte und prompt und vollkommen unkompliziert (soger in die Schweiz!) geschickt bekam.

An diesem Modell interessieren mich der spezielle (aber nicht zu schwierig zu bauende) Rumpf, der Schottelantrieb und die Möglichkeit, viele Sonderfunktionen einzubauen.

In der Zwischenzeit (beim Warten auf den Plan) fand ich - Internet sei Dank! - so viele interessante Details, dass ich mich entschieden habe, ausser der Rumpfform ALLES zu verändern und so einen Eigenbau zu schaffen.
Dieser wird bestimmt hohen Ansprüchen an Detailtreue und originalgetreue Kombination von Form, Verwendungszweck und Aufbauten nicht standhalten - dessen bin ich mir bewusst und nehme entsprechende Kritiken gern in Kauf...lol

Mein Schiff wird auf den Namen «Smit Xoff» mit Heimathafen «Basel» (wo denn sonst?) getauft werden ... wenn es je soweit kommen sollte...

Nun denn, nach diesen Vorbemerkungen möchte ich den Verlauf von Planung und Ausführung dokumentieren:

Schiffstyp habe ich aufgrund dieser Infos ausgewählt.

Folgende Veränderungen möchte ich vornehmen:

• Bugstrahl-/Querstromruder
• offenes Heck für Bergung: sieht toll aus und ist eine zusätzliche Herausforderung, siehe Bild der «Smit Madura»

• Kran: es gibt sehr viele Kranen (oder sagt man «Kräne»... analog der Frage, was der Plural von Wasserhahn ist...lol), da fällt mir die Auswahl sehr schwer, zumal ich so viel Funktionalität einbauen möchte wie möglich...
• Schottelantrieb: Schwierig wird der Antrieb, da die ab Stange käuflichen Schottelantriebe zu klein sein werden für den gewählten Massstab... hier ein Bild der «Smit Owena», auf dem Ihr diesen wunderschönen Antrieb seht, auf den ich besonderes Augenmerk legen möchte

• Löschmonitor: 'türlich sollen auch auf meinem Schlepper Löschmonitore zur allgemeinen Belustigung beitragen... ein eher einfaches Unterfangen, da es verschiedene voll funtkionsfähige Modelle zu kaufen gibt...
• Schlepp-/Ankerwinde: sowohl die Bug- wie die Heckwinde sollen voll funktionsfähig sein... das wird ein Eigenbau... darauf freue ich mich besonders!

Die Informationsflut im WWW ist unüberschaubar und ich möchte Dich nicht damit langweilen, sondern konkret zur Realisation schreiben.
Hier noch ein paar nützliche Links:
http://j-eyres.fotopic.net/c1256804.html
http://www.meckiweb.de/schiffsmodellbaulinks.htm
http://www.schiffe-boote-modellbau.de/ships_and_pics.htm
http://www.schiffs-modell-bau.net/Veranstaltungen/Veranstaltungen_index.htm
http://www.tugboats.de/gallery2/main.php
http://www.steinhagen-modelltechnik.de/htm/ig_lloyd_modellbauplaene.htm
http://www.christian-schmidt-fachbuchhandlung.de/default.php?cPath=90&osCsid=6b8391294290be4aefcbc23a92fa1076
http://www.gemo-netz.de/rostock/rostock_bilder/schiffsbilder/schiffsbilder_Hafen.php
http://www.smc-oldenburg.de/modelle-3000.html
http://www.smbc-langenhagen.de/

In der Zwischenzeit ist der Bauplan gekommen. Er ist im Massstab 1:50, was eine Modellgrösse von ca. 60cm ergeben würde. Das ist mir eindeutig zu klein, also lasse ich die beiden wirklich gut ausgestalteten Pläne (Kompliment an Sievers!!!) auf 200% vergrössern, was «Leintücher» in der Grösse von 1,5 mal 3 m (!) ergibt.

Doppelt so gross (1:25) sieht der Plan dann so aus:

..bitte beachte die Grösse des Bleistifts...

Die erste (und einfache) Fleissarbeit war das Erstellen der Spantenrisse: vom Originalplan Kopien angefertigt, modifiziert und entsprechend vergrössert:

Die zum Übertragen bereiten Spantenrisse:

Mittels «ReMount» auf den 9mm-Sperrholz-Brettern fixiert

...beachte die Wasserlinie als horizontale Linie, die Längsachse als senkrechte Linie, sowie die Verlängerung an der Oberseite für die Montage auf der Helling.
Dieser «Montage-Lappen» ist absichtlich gross gewählt, um die Demontage nach dem Bau so einfach wie möglich zu gestalten.

Im Moment bin ich daran, die Spanten auszusägen, zu bearbeiten, auszurichten, Versteifungen vorzubereiten und alles auf der Helling zu befestigen... mehr Text und Bilder, wenn ich soweit bin... die wunderschöne Herbstsonne ruft jedoch, so dass ich wohl einen Teil des Sonntags mit Familie draussen verbringen muss (auch wenn es mich eigentlich in mein winziges Atelier zieht... kommt Dir dieses Dilemma bekannt vor...?)

6. Oktober 2008, 01.15h

Habe fast den ganzen Sonntag an meiner Smit gearbeitet. So hat es mir heute gereicht, den Kiel zu legen, sowie alle Verstrebungen zwischen den Spanten anzubringen.

Aus einem anderen Bericht hatte ich die Idee mit einer Gewindestange in Kielnähe zur Versteifung aufgepickt. Diese habe ich dann aber zugunsten von 10mm Buchenrundhölzern verworfen. Irgendwie gefiel mir die Verwendung von Metall im Holzgerüst nicht. Ausserdem haben die Rundhölzer einen entscheidenden Vorteil: sie lassen sich wunderbar und mit einfachsten Mitteln anpassen. Das Einpassen der rund 6cm langen bereitete jedoch einige Mühe... gelungen ist es dennoch.
Hier ein paar Bilder:
Spanten auf helling montiert, bereit zum Kiellegen.

Kiel bereit: achte auf die beiden Spanten am Bug: sie sind in den verstärkten Bug eingefädelt und vorgängig verleimt worden:

Kiel montiert, verleimt:

Montage der Verstrebungen, eine knifflige Aufgabe.
Beachte den fehlenden Spant am Heck. Er wird später eingepasst, da für die Schottelantriebe an dieser Stelle Vorkehrungen getroffen werden müssen:

Hier ist die verstärkte Bodenplatte im Heck eingebaut, ebenso der fehlende Spant eingepasst (die Beplankung wird über diese Bodenplatte verlaufen):

Und als Krönung meines Sonntags: das Rumpfgerüst:

7. Oktober 2008

Gestern habe ich mit der Flex die Spanten grob gestrakt, so dass die Rumpfform noch viel schöner nachvollziehbar ist. Der Staub, den ich so produziert habe, war allerdings höllisch. Wie gut, dass ich in meinem Mansarden-Atelier keine Rücksicht nehmen muss und blind wüten kann:D.

Auf Deckshöhe habe ich eine 20x5mm-Leiste eingepasst, um beim Bekplanken eine formgebende Linie zu haben. Diese steht über die Deckshöhe und wird erst nach dem Beplanken auf Deckshöhe vermindert.

Das Gerüst hat jetzt eine sehr grosse Stabilität.

Fotos folgen noch...

Die ersten wirklichen Schwierigkeiten habe ich jetzt mit Bug und Heck.
Um die Form genau geben zu können habe ich mir überlegt, diese beiden Teile massiv aus 60er-Tannen-Leisten zu formen.
Diese beiden Teile möchte ich aus massivem Holz formen, weil sie die neuralgischen Punkte bei diesem Rumpf sind und allein mit den Spanten zu wenige formgebende «Hilfen» vorhanden sind. Gerade an diesen Stellen, die den Charakter des Schiffes massgeblich beeinflussen, möchte ich sehr genau arbeiten können.

Die Schwierigkeiten sind vor allem technischer Natur, da ich leider nicht über eine Bandsäge verfüge, mit der aus einem massiven Block mit den Dimensionen 130x120x60mm ein Halber Bug geformt werden könnte.
Eine Alternative zum massiven Block aus Tannenholz wäre eine Schichtbauweise aus den Multiplex-Resten aus dem Spantenholz.

Auf's Gewicht muss ich ja nicht schauen, im Gegenteil, mit einer vermuteten Verdrängung von mindestens 50kg werde ich wohl eher Schwierigkeiten haben, auf dieses Gewicht zu kommen...

Ich habe mich entschieden, am Bug eine Schubschulter wie beim «Smit Bronco» 

anzubringen, sowie das Heck zu verändern und es offen zu gestalten, ähnlich wie beim «Smit Bison»:

Um diese Veränderungen zu realisieren und auch funktionsfähig zu machen, brauche ich genaue Formen und starke, massive Körper. Darum werde ich mich heute kümmern...

Als nächstes wird dann die Form des Kiels eine Challenge sein:

Da ich den eingeleimten Kiel aus 12mm-Multiplex geformt habe und die Spanten ohne Kiel-teil ausgeformt habe, werde ich mittels Aufdoppeln und anschliessendem Formen mit der Flex vorgehen. An der dicksten Stelle (ca. Mittschiffs) ist der Kiel 35mm breit und hat eine recht komplizierte Form:

Heute steht zuerst aber Arbeiten auf der Liste (je einen kurzen Auftrag am Vor- und Nachmittag), sowie das Kaufen einer brauchbaren Holzsäge (Gestellsäge oder so) und einer guten Raspel, um Bug & Heck zu formen.

Ich hoffe, Euch bald Gutes berichten zu können und Fotos der Baufortschritte liefern zu können...

Derweil wünsch ich einen schönen Tag, gute Ideen und - sofern Ihr am Bauen seid - produktiven Fortschritt.

9. Oktober 2008

Moin moin

Das Formen von Bug und Heck hat sehr gut geklappt, auch wenn's eine recht anstrengende Raspel- und Schleifarbeit war. Das Schleifen ging dank der Flex sehr schnell, dafür war die Menge Staub enorm, die ich damit produziert habe...

Hier zwei Bilder von Heck und Bug:

Am Bug sieht man noch den rechteckigen «Anbau», der die Schubschultern als Montage-Ebene dienen soll. Diesen werde ich aber noch anpassen, da mir die Form noch nicht gefällt. Vor allem die Höhe muss schlanker werden...

Da beim Zusammenbau des Spantengerippes die einzelnen Spanten ein wenig verschoben wurden (hat vielleicht mit einer gewissen Portion Ungenauigkeit zu tun....) muss ich sie auf der einen Seite abschleifen und auf der anderen mit Flugzeugsperrholz-Leisten aufdoppeln. Nur so wird die Bordwand in einer Linie laufen...

Hier ein Bild davon:

Jetzt fehlt «nur» noch der Kiel, der in die richtige (komplizierte) Form gebracht werden muss und das Fein-Straken der Spanten, bevor mit der Beplankung begonnen werden kann. Ich hoffe, diese Arbeiten bis zum Wochenende ausgeführt zu haben... Bei dem Wetter dürfte das jedoch kein Problem sein...:D

18. Oktober 2008

Nicht dass ich in der Zwischenzeit getrödelt hätte, nein, aber wegen der vielen Arbeit (naja, nebenbei sollte Mann sich auch um den Lebensunterhalt kümmern...) bin ich zwar abends zum Bauen gekommen, aber für den Bericht hat mir die Zeit schlicht nicht gereicht...

Heute kann ich Euch berichten, dass der grösste Teil des Rumpfes beplankt ist! (Fotos folgen)

Die Beplankung habe ich aus 1,5mm Flugzeugsperrholz gefertigt, wobei ich die Planken mit dem Cutter auf die gewünschte Breite geschnitten habe. So war es mir möglich, individuell die Breite und Form der Planken anzupassen.

Jetzt ist nur noch das Heck zu beplanken, was ich hoffe, heute beenden zu können.

Dann wird das Ganze verschliffen und verspachtelt - da werd' ich wohl einiges an Zeit aufwenden müssen, um eine zufriedenstellende Form und Oberfäche zu erhalten (als Perfektionist gebe ich mich nicht so schnell zufrieden...)

Da die Deckslinie, die «Einholrolle» am Heck, die Ankerkästen und der Bug noch stark bearbeitet werden müssen, werde ich wohl nach der Fertigstellung des Rumpfes nicht gleich Laminieren, sondern den Rumpf von der Helling nehmen und einen stabilen Ständer bauen müssen, um diese Arbeiten präzise ausführen zu können.

Zum Glück haben wir in Basel einen exquisiten Spezialisten für Harze, den ich dann um Rat fragen kann wegen der Epoxy/Glasfaser-Verstärkung.

Grosse Sorgen bereitet mir immer noch der Antrieb!

Die lieferbaren Schottelantriebe von Graupner sind schlicht zu klein. «Aeronaut» bietet zwar einen nahezu genug grossen Antrieb an, aber der kostet €450.--!!! ...und ich brauche zwei davon!

So werde ich auf der Modellbaumesse in Friedrichshafen (Ende Oktober/Anfang November) auf die Suche nach einem fertigen Antrieb oder der Möglichkeit, einen solchen anzufertigen, gehen.

Über die restlichen Aufbauten und Details habe ch mir noch keine Gedanken gemacht - auch da werde ich wohl noch einige Nüsse zu knacken haben.

Soweit mal mein Zwischenbericht - ich halte Euch auf dem Laufenden und werde so rasch als möglich Fotos nachliefern.

Euch allen wünsch ich ein schönes, sonniges - und je nachdem modellbaumässig erfolgreiches Wochenende!

19. Oktober 2008

So, jetzt sind die Fotos im Kasten - und die Beplankung fast fertig:D

Schaut mal:

 

 

 

auch die erste Reparatur steht schon an: wegen eines ungenauen Spants muss ein Stück ausgeschnitten werden, der Spant korrigiert und dann die Beplankung wieder eingesetzt...

das sieht dann so aus nach der Reparatur:

Das Heck:

...und nach einem arbeitsfreien Samstagnachmittag sieht die Geschichte dann so aus:D:

  

Jetzt bleibt mir heute noch der letzte Rest des Hecks zu beplanken und alles grob auf Form zu schleifen...

Hab ne echte Freude an meinem «Baby» - auch wenn ich einige Schönheitsfehler sehe. Die meisten werde ich mit ein wenig Aufwand ausbessern können, z.B. einen unschönen Knick im Bug oder einige Dellen. Die Form des Hecks ist mir nicht wirklich originalgetreu gelungen, aber dieses mache ich jetzt nicht mehr neu... ist halt meine Fantasie-Adaption. Hoffe einfach, dass die grössere geneigte Fläche sich nicht negativ aufs Fahrverhalten auswirken wird, was ich eigentlich nicht glaube;)...

21. Oktober 2008

Nachdem ich vor zwei Tagen den Rumpf gorb auf Form geschliffen hatte, konnte ich gestern nach der Arbeit die erste Spachtelschicht aufbringen.

Ich merkte bald, dass der Spachtel, den ich zuerst genommen hatte, der Falsche war. Mit dem Japanspachtel ging's dann perfekt.

Die Spachtelmasse ist eine handelsübliche Feinspachtelmischung, die fertig in einer flxiblen Tube zu kaufen ist. Habe mich gefragt, ob das wohl die richtige Masse ist, oder ob ich da eine spezielle Spachtelmassen nehmen soll... aber da es ja vor allem um die Korrektur von kleineren und grösseren «Fehlern» vor dem Laminieren geht, denke ich nicht, dass das von grosser Wichtigkeit ist.

Beim Verspachteln der Epoxy-Oberfläche werde ich wohl schon auf eine darauf abgestimmte Masse wechseln. Vielleicht gibt es ja gar nichts zu verspachteln dann, wenn ich jetzt den Rumpf so gut vorbereite.

Es ist mir gelungen, vor allem an der Bug-Partie, einige Korrekturen an der Form vorzunehmen und Dellen auszugleichen.

Heute nach der Arbeit (ich streiche im Moment gerade eine wunderschöne, zweistöckige Altbau-6-Zimmerwohnung, wenn Du mehr über meine Arbeit wissen willst, hier der Link zu meiner Firma) und dem Abendessen (ich bin als geschiedener Vater von 16jährigen Zwillingstöchtern monatsweise und abwechslungsweise mit deren Mutter für die Betreuung verantwortlich) konnte ich dann den gespachtelten Rumpf schleifen.

Eine schweisstreibende, aber sehr befriedigende Arbeit.

Da nicht alle Problemstellen dick genug mit Spachtel bedeckt waren, trug ich gleich noch eine zweite, genauere Spachtelschicht auf, die jetzt bis morgen Abend trocknet... irgendwie muss ich dann meiner Lebenspartnerin noch erklären, dass ich am Ende unseres gemeinsanen Abends (wir leben nicht zusammen) noch in mein Atelier gehen muss...:fies:

Jetzt muss ich mich langsam aber sicher um die Laminierung kümmern. Von einem befreundeten Lehrer, Fasnachtsfreund und Künstler habe ich zum Glück die Adresse eines Spezialisten hier in Basel erhalten, der selber viel Erfahrung mit Modellbau hat. Dort werde ich mich beraten lassen, da ich weder mit Laminieren noch mit dem fachgerechten Verschleifen, Verspachteln und Lackieren von Laminat Erfahrung habe...

Meine «St.Germain»

die ich vor 17 Jahren (während der Schwangerschaft meiner Exfrau) gebaut hatte und jetzt wieder aktiviert habe, war zwar auch laminiert, mit Glasfaser und Polyester... aber ich weiss nicht mehr genau wie ich es gemacht hatte und ob es ein wirklich gutes Ergebnis war....zumindest schwimmt sie noch einwandfrei.

Ich freu mich auf die Modellbaumesse in Friedrichshafen Ende Monat - hoffe, dort vor allem eine Lösung für die Schottelantriebe an meiner «Smit» anbahnen zu können!

27. Oktober 2008

Moinmoin

Dieses Wochenende wartete erst mal mit ner Enttäuschung auf: eigentlich wollte ich am Freitagnachmittag das Material für die Lamination des Rumpfes besorgen, aber das Spezialgeschäft schloss bereits am Mittag...

So blieb mir nichts anderes übrig, als den fertig verspachtelten und fein geschliffenen Rumpf ruhen zu lassen.

So sieht er immo aus:

 

Untätig rumsitzen wollte ich nicht, zumal mir der ganze Samstagabend gehörte weil der ganze Rest der Familie irgendwelche eigenen Programme für diesen Abend hatte...

Da entschloss ich mich kurzerhand, mit den Aufbauten zu beginnen. Es bot sich das Führerhaus an, da dieses nicht abhängig von der Deckskrümmung separat zu bauen ist.

Die Böden und eine Schablone/Abdeckung für die vordere Fensterbank waren schnell ausgesägt:

 

Für den Zusammenbau fertigte ich mir mit zwei grossen Leisten eine Lehre:

 

So waren die Böden relativ einfach zu verleimen und der Rohbau stand schon bald vor mir:

Fuehrerhaus_Rohbau.jpg

Nun kam das Anpassen und leimen der Seitenwände:

Fuehrerhaus_Seitenwaendefertig.jpg

Das Einpassen und Verkleben der restlichen Seitenwände und der Fensterrähmen ging dann in der Nacht und am Sonntagnachmittag vor sich. Alles verschliffen und mit Haftgrund vorgestrichen sieht so aus:

Fuehrerhaus_AnsichtStB.jpg

 

Fuehrerhaus_AnsichtBB_achtern.jpg

 

Eine schöne Arbeit, die erstaunlicherweise recht einfach vonstatten ging. So macht's Spass:D

 

Heute hoff ich, das Laminier-Material besorgen zu können und heute Abend dürfte dann der Rumpf dran sein....freu mich RIESIG!

29. Oktober 2008

Guten Morgen

 

Den gestrigen Abend habe ich zum Laminieren genutzt.

 

Matte (100g/m2) und das Polyester, inkl. Spachtel - den ich bestimmt brauchen werde - habe ich besagtem Spezialgeschäft gekauft und gleich noch ein paar Tipps mitgenommen.

 

Die Vorbereitungen habe ich wohl etwas vernachlässigt, da ich merkte, dass sich die Glasfasermatte sehr gut an die Rumpfform anpassen lässt. So legte ich die Matte grob zugeschnitten auf Grösse schlicht so über den Rumpf, dass ich mit einer Seite anfangen konnte, fixierte das Ganze mit Klammern und mischte mir die Polyester-Masse.

Den Härter habe ich mit einer alten Injektionsspritze mit Spül-Aufsatz (vom Zahnarzt) dosiert, gemischt wurde in einer alten Konservendose, die ich vorgängig mit Wasser geeicht hatte (250ml Harz, das reichte für etwas mehr als die Hälfte des Rumpfes).

Handschuhe und alle notwendigen Materialien (Lappen, Aceton, Pinsel, Roller mit Schaumstoffrollen, flache Schale (alte Zigarrenschachtel aus Metallblech) und eine Schere habe ich fein säuberlich bereit gelegt.

 

Als das Polyester gemischt war ging ich sofort an die Arbeit - schliesslich ist das Material nur ca. 15-20 Minuten verarbeitbar. Das Auftragen und Verteilen des Polyesters ging mit der Rolle sehr gut, damit lässt sich auch die Galsfasermatte sehr gut «anpassen». Durch das Rollen verteilt sich das Galsfasermaterial sehr gut über die Rumpfform, zumindest dort, wo sich keine grösseren Übermengen anhäufen. Durch Einschneiden mit der Schere in «nassem» Zustand liessen sich grössere Falten ausgleichen, was natürlich zu einer Überlappung der Galsfaserschichten und damit zu Kanten führte, die ich wohl schleifen werden muss...

 

Die Schwierigkeiten begannen erst auf der zweiten Rumpfhälfte, die ich gleich anschliessend bearbeitete, da ich Angst hatte, die Übergänge von der einen zur anderen Rumpfhälfte würde nicht gut, wenn ich bis zum nächsten Tag wartete. Am Übergang von Kiel zur Rumpfbeplankung, wo eine «scharfe» Kante ist, liess sich die Glasfasermatte nicht einwandfrei fixieren, so dass ich da etwas von der Kontur verlor. Das werde ich wohl schleifen müssen!

 

An einigen neuralgischen Stellen liessen sich die Schnittkanten leider nicht schön ankleben, so dass ich da jetzt unschöne, abstehende Resten habe, die ebenfalls abschleifen werden muss.

Ebenso haben sich ein paar rauhe Stellen und sogar ein, zwei Läufe gebildet, die auch durch Schleifen entfernt werden müssen.

 

Alles in allem war diese Arbeit nicht wirklich angenehm! Das Querlüften (bei DIESEN Temperaturen draussen) und gleichzeitige Heizen mit dem Heizlüfter kam meiner Gesundheit zugute - wenn man von der sich ankündigenden Lungenentzüdung absieht...lol

Das Arbeiten mit Polyester und Glasasermatte ist schlicht eine «Sauerei»! Alles klebt und stinkt und dazu muss es noch schnell gehen...:grummel:

 

...und der vorher so schön vorbereitete und geschliffene Rumpf hat wieder eine Oberfläche, die zum Himmel schreit...

 

Ausserdem hat - aus welchen Gründen auch immer - das Polyester nicht überall gleich schön ausgehärtet. An einigen Stellen ist es nach einer Nacht noch immer ganz klebrig und feucht. Ich frage mich, ob das so korrekt ist und ob diese Stellen wohl noch nachtrocknen (und in welcher Zeitspanne das vor sich gehen wird) - oder ob ich diese Stellen einfach nass schleifen soll...

Um einen Tipp wäre ich sehr froh - vielleicht hat grad jemand einen Thread zur Hand, wo genau dieses Problem behandelt wird.... THX!

 

Mein Plan ist nun folgender:

Ich werde heute Abend die groben Fehler mit Schleifen verbessern und danach eine zweite Schicht Polyester, diesmal ohne Glasfasermatte, drüberpeppen. Das vor allem deswegen, weil die Galsfaserschicht nicht ganz überall genügend von Polyester bedeckt ist und eine noch rauhe Oberfläche aufgrund der schlechten Tränkung besteht.

Danach werde ich schleifen und mit Polyester-Spachtel spachteln, wieder schleifen und so fort...

...ist das richtig so? Oder hat einer der Profis hier im Forum einen Tipp, einen Vorschlag oder gar einen Hinweis auf etwas, das ich nicht beachtet/gewusst habe? Ich bin froh um jede Unterstützung und Hilfe im Kommentarthread: 

 

So, und nun wünsch ich Euch allen einen guten, erfolgreichen Arbeitstag (das Arbeiten fällt ja bei DEM Wetter nicht allzu schwer... wobei Modellbauen bei solcher Witterung fast noch angesagter ist als Arbeiten...finde ich...)

 

Mit lieben Grüssen

 

Xoff

 

 

31. Oktober 2008

Guten Morgen:D

 

Die oben beschriebenen Probleme mit dem Polyester (feuchte Stellen) haben sich durch Wärmen gelöst! Da bin ich sehr froh:D

 

Nach dem groben Schleifen mit 150er Nassschleifpapier - um die Unebenheiten und Stösse/Überlappungen des GF-Gewebes zu bearbeiten - habe ich mit Polyester-Spachtel gespachtelt.

Das ist ein wirklich tolles Material! Es hat zwar eine sehr kurze Verarbeitungszeit (nur etwa 6 Min.!), lässt sich aber schon nach spätestens 30 Minuten bearbeiten (schleifen). Durch den Einsatz von Wärme härtet die aufgebrachte Spachtelmasse noch schneller durch. So können in einem Nachmittag locker drei bis vier Spachtel-Schleif-Kombinationen aufgebracht werden, was ich gestern gemacht habe.

Die gespachtelten Stellen habe ich dann jeweils mit 240er Nassschleifpapier geschliffen, was eine sperfeine Oberfläche ergab.

 

Nach dem letzten Spachtelauftrag habe ich dann den ganzen Rumpf mit 240er, 320er, 400er, 600er und zum Schluss mit 800er geschliffen - er ist nun glatt wie ein Babypo, hat keine Dellen und Unebenheiten mehr und ist direkt vergleichbar mit der Oberfläche meines (professionell gefertigten) Longboard-Surfbretts:D

 

Da bin ich wirklich stolz drauf, denn ich hätte nicht gedacht, dass ich das so gut hinkriege.

 

Heute werde ich mich beim Farbenhändler meines Vertrauens (das tönt doch toll;)) beraten lassen, welchen Haftvermittler ich verwenden soll und den Rumpf damit grundieren und nach ausgiebiger Trockenzeit schleifen.

Je nachdem muss dann wohl noch einmal an einigen Stellen (wo nach der Grundierung noch unschöne Stellen auftauchen) gespachtelt und geschliffen werden...

 

Ich habe mich entschieden, die Lackierung mit dem Pinsel aufzutragen und jede Lackschicht sorgfältig zu schleifen. Da mein Modell mit 1.2m Länge recht gross wird, muss ich kaum auf eine hauchdünne Farbschicht schauen - ausserdem habe ich mit Spritzen oder gar Airbrush absolut keine Erfahrung... und Spraydosen will ich schon gar nicht verwenden!

 

So, und jetzt muss ich wohl oder übel meiner Nebenbeschäftigung zum Broterwerb nachgehen - auch wenn ich lieber an meiner Smit weiterarbeiten würde...;)

 

Euch allen einen guten Wochenabschluss und vielleicht sieht man sich ja in Friedrichshafen an der Modellbaumesse... ich werde am Samstagnachmittag dort sein und mich um den Antrieb, das Querstrahlruder und einige andere Dinge kümmern:)

 

Mit liebem Gruss aus Basel

 

Xoff

5. November 2008

moinsen

 

Ich nutze die Wahlnacht in den USA um nebenbei den Baubericht weiterzuführen - endlich habe ich neue Fotos und es ist einiges gegangen:D

 

Seit dem letzten Bericht habe ich einerseits den Rumpf vorangetrieben und andererseits am Führerhaus, resp. an der Brücke weitergearbeitet.

 

Hier seht Ihr die Brücke, die ich heute soweit gebracht habe:

Bruecke_mit_Hocker_Aufsicht.jpg

auf einfachste Weise habe ich einen Monitor (TFT, natürlich;)), eine Tastatur (die wie im richtigen Leben etwas schräg angestellt ist), ein Telefon, die zwei «Gashebel» (wie sagt man denen auf der Brücke? *unwissend frag*), ein Telefon, sowie einen Hocker gefertigt.

 

Hier noch ein anderes Bild in der Ansicht von achtern:

Bruecke_mit_Hocker.jpg

...ist das eine gute Möblierung oder ist das eine gute Möblierung...?

 

Beachte auf beiden Fotos die 1-Cent-Münze...

 

Hier seht Ihr den laminierten Rumpf:

Rumpf_laminiert.jpg

 

da es ein paar Luftblasen hatte musste ich mir bereits in diesem Stadium eine Reparatur überlegen. Ich schnitt mit einem scharfen Messer die schlechten Stellen aus und verspachtelte dann das Ganze:

Rumpf_laminiert_Reparatur.jpg

 

Vom Spachteln, Schleifen und der Wiederholung dieser Tätigkeit, bis ich zufrieden war, sowie vom Feinschliff habe ich keine Fotos gemacht. Dachte, dass diese Fotos nicht so interessant sind, da ich mit der Kamera die Schönheit des laminierten Rumpfes nicht darstellen kann.

 

Hier ein Bild des anschliessend zwei Mal rot (RAL 3003, Rubinrot, Foto nicht wirklich farbecht) gerollten Rumpfes. Die Wasserlinie ist zu sehen, die ich als letztes am auf der Helling montierten Rumpfform anzeichnete:

Rumpf_aufHelling_rot.jpg

 

Über der Wasserlinie ist der Rumpf auch noch rot gefärbt, was vielleicht zum Teil so bleiben wird - aber über die Idee, die ich gerade favorisiere, werde ich berichten, wenn sie ausgereift ist... ich sag nur: TotalFantasieAdaption;)

 

Bevor ich den Rumpf von der Helling nehmen konnte, musste erst ein Ständer her!

Diesen habe ich mit Abschnitten von den Spanten angefertigt. Das ist «nur» ein Ständer für den ersten Teil des Weiterbaus, ich denke dass er nicht stark genug ist, um das fertige Schiff zu halten...

Bootsstaender_Arbeitstisch.jpg

 

Zur Federung und zum Schutz des Rumpfes habe ich im Baumarkt Gummiprofile zum Abdichten von Fenstern gekauft:

Bootsstaender_Detail.jpg

 

Zuerst habe ich den Ständer übrigens an den Berührungsflächen mit Latex-Milch eingestrichen. Das ist zu wenig Polsterung und zu hart...deshalb dann die Gummiprofile.

 

Nun war Zeit, den Rumpf von der Helling zu nehmen. Ich konnte es kaum erwarten!

Durch die Vorarbeiten (entfernen einiger Spanten und «Hellinghalterungen») ging das recht schnell. Mit ein paar Handgriffen, resp. Schraubenzieherdrehungen, war das erledigt und ich konnte den Rumpf in den Händen halten. Das Gewicht dürfte etwa 5 kg betragen und sieht so aus:

Rumpf_AnsichtStbvorn_mitFlasche.jpg

 

Zum Grössenvergleich habe ich ein paar Alltagsdinge dazugestellt.

 

Nach dem Entfernen der letzten Befestigungs-Laschen präsentiert sich der Rumpf so:

Rumpf_AnsichtStbachtern.jpg

 

Rumpf_Aufsicht_achtern.jpg

 

Ich habe dann rund die Hälfte der Rumpfinnenseite mit Polyester und GF laminiert und gleicht mit einem Heizlüfter erwärmt, so dass nach ein paar Stunden die Oberfläche schön ausgehärtet ist.

 

...und Barack Obama hat die Wahlen gewonnen!

 

Soviel zum Stand der Arbeiten auf meiner Werft - ich habe eine grosse Freude:D

 

Euch allen wünsche ich einen guten Tag!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

7. November 2008

TGIF! (Thank God It's Friday!)

 

Ein nächster Zwischenbericht - Fotos folgen...

 

Inzwischen hab ich

 

 

  • die Spanten als Decksauflage gestrakt und ausgerichtet
  • die Rumpfinnenseite laminiert
  • an der Brücke weitergearbeitet
  • einen Teil des Decks verklebt

 

Das Bearbeiten der Spanten ist recht gut verlaufen. Am einfachsten ging es mit einem auf eine steife Leiste aufgeklebten Schleifpapier. So lassen sich die Spanten am besten auf gleiche Höhe schleifen (diese Technik habe ich in einem anderen Thread aufgeschnappt ;)).

 

Das Laminieren der Rumpfinnenseite wiederum war eine eher unangenehme und schwierige Aufgabe, da sich dieses widerspenstige Glasfasergewebe nicht so leicht in die Negativform zwischen die Spanten einbringen liess. Da hatte ich meine liebe Mühe mit! Ich musste diverse Stellen, wo sich Blasen und Überstände gebildet hatten, nachbearbeiten und ein zweites Mal belegen. In einem dritten Arbeitsgang habe ich dann noch eine Schicht Polyester ohne GF aufgetragen. So sieht die Rumpfinnenseite jetzt einigermassen akzeptabel aus - herumzeigen werde ich sie aber nicht...:?

 

Die Innenseite des Führerhauses habe ich heller gestaltet und die hergestellten Einrichtungsgegenstände ebenfalls gefärbt....sieht ansprechend aus.

Ich werde da nicht allzu sehr ins Detail gehen, sondern die Einrichtung des Innenraums eher andeuten und schematisch halten.

 

Beim Deck habe ich mich als erstes um den hinteren Teil gekümmert. Ich will eine möglichst grosse Öffnung für den Einbau und die Wartung haben. So habe ich das Decks entsprechend geplant.

Aus einem Stück Flugzeugsperrholz in der Grösse von 43 x 66 cm habe ich die grosse Luke ausgeschnitte und anschliessend für das Verkleben wieder mit Furnier-Klebeband zusammengefügt. Auf der Unterseite die nicht zu klebenden Stellen mit Krepp abgeklebt und das Ganze auf die vorbereiteten Spanten geklebt.

Das Anpressen gestaltete sich recht schwierig - wo und wie soll man da Schraubzwingen ansetzen? - und da der Druck von Gewichten zu klein war um das Deck an allen Stellen korrekt auf die Auflage zu pressen, musste ich improvisieren. Zum Schluss ist aber alles gut gekommen... für ein paar Stellen habe ich bereits den Polyester-Spachtel bereitgestellt..;)

 

Fotos dieser Arbeitsschritte liefere ich baldmöglichst nach.

 

Euch allen wünsche ich einen guten Abschluss der Arbeitswoche und ein Wochenende mit genügend Zeit für Eure Werft.

Ich werde kaum zum Bauen kommen, da ich in den Bergen den Einzug des Winters geniessen werde...:D

 

Mit einem lieben Gruss

 

Xoff

8. November 2008

Hier die Fotos zu den Arbeiten am Deck achtern:

 

die vorbereiteten Spanten:

038Deck_Spanten_vorbereitet.jpg

 

die Auflage aus 1.5mm Flugzeugsperrholz. Die sehr grosse Luke mit den Wartungsluken für die Motoren ist ausgeschnitten und auf der Oberseite mit Furnierklebeband zusammengefügt für das Kleben des Rahmens:

039Deck_Auflage_ganz_oben.jpg

 

auf der Unterseite der Auflage ist die Luke mit Krepp abgeklebt, um ein Kleben derselben zu verhindern:

040Deck_Aufage_ganz_unten.jpg

 

die ersten Planken sind aufgeklebt:

041Deck_Beplankung_Anfang.jpg

 

alle Planken des Rahmens geklebt und verschliffen, Wartungsluken ausgeschnitten:

042Deck_Beplankung_Rahmen.jpg

 

Die Lukenabdeckung (Wartungsluken sind noch nicht ausgesägt):

043Deck_Beplankung_Rahmen_Lukeeingepasst.jpg

 

Ich trage mich mit dem Gedanken, das Deck in Naturholz zu belassen, da die Beplankung so schön gelungen ist...

 

Statt das Wochenende auf meiner Werft zu verbringen, werde ich es in den Bergen in Grindelwald geniessen - meine Familie hat dort ein Chalet8)

 

Euch allen wünsche ich das, was Ihr Euch selber wünscht - jedem das Seine...;)

 

Mit liebem Gruss

Xoff

10. November 2008

Ich habe an der Luke weitergearbeitet:

045Deck_Luke_beplankt.jpg

 

044Deck_Luke_Detail.jpg

 

Die Luke ist so gestaltet, dass eine Wassersperre eingebaut ist, so dass möglichst wenig Wasser eindringen kann.

Etwas misslungen ist mir die BackbordWartungsluke für den Motor: da habe ich an der Aussparung zu viel weggeschliffen - es klafft nun ein Spalt, der ziemlich unschön anzusehen ist... da muss ich mir was überlegen!

 

Die Luke wird mittels vier kleinen Schrauben auf dem Deck fixiert - das sieht zwar nicht originalgetreu aus, aber es ist aus meiner Sicht die einfachste Lösung...

 

Heute werde ich, sofern die Zeit reicht, das Decksholz beizen - hab mir dafür «Eiche hell» besorgt.

 

Über's Wochenende in den Bergen konnte ich natürlich die Gedanken nicht von meinem Schiff lassen und habe mir mal eine Farbgebung für meine Fantasie-Adaption ausgemalt.

Mein Schiff wird «Endless Summer» heissen, inspiriert vom Film «The Endless Summer», einem Surf-Klassiker.

Ich habe mir folgende «Geschichte» meines Schiffes ausgedacht: ein paar Surfer haben das Schiff gekauft und es zu einer Surf-Basis ausgebaut. Die Schleppwinden wurden entfernt, dafür kam ein Kran für die Wasserung des kleinen Bootes, sowie der Jet-Skis für das «Tow In» montiert.

Entsprechend der Verwendung des Schiffes ist die Farbgebung sehr «surfmässig» - ob das mit den Konventionen der Schiffahrt und dem Seerecht kompatibel ist, weiss ich nicht, aber schau's Dir mal selber an.

 

Für Kommentare im Kommentar-Thread bin ich natürlich offen..;)

 

046EndlessSummer_Seitenansicht.jpg

 

...mir gefällt's...:D

 

...ob die Schubschulter wirklch verbaut wird, weiss ich noch nicht... irgendwie gefällt mir das Teil nicht mehr so - von der Form her...

 

...ohne gefällt mir definitiv besser:

047EndlessSummer_SeitenansichtPlan2.jpg

lg

Xoff

12. November 2008

Moin moin

 

Es ist wieder einiges gegangen auf meiner Werft:

 

 

 

  • das Deck habe ich ein erstes Mal mit Beize behandelt (Eiche hell)
  • das Deck mit der Luke unter dem Aufbau auf die mittlere Ebene vorangetrieben
  • die Brücke aussen gelb gefärbt

 

Das Beizen des Decks mit «Eiche hell» ging zwar sehr gut - ist ja auch eine wirklich einfache Arbeit: mit Schwamm drüber8) - aber die Farbe gefällt mir immo gar nicht. Ist zu gelb und passt irgendwie nicht zum Rot des Rumpfes (kommt auf der Foto nicht realistisch rüber). Da werde ich wohl noch mit einer anderen, dunkleren Beize einen zweiten Färbegang einlegen.

Das Schleifen des Decks hat etwas gebracht, so sind hellere Stellen entstanden, die einen schönen «gebrauchten» Eindruck ergeben.

Aber schau selber:

050Deck_Bruecke.jpg

 

Da siehst Du auch gleich die Brücke, die ich aussen gelb bemalt habe. Da sind mindestens noch zwei Anstriche notwendig, bis die Farbe gut deckt.

 

Innen sieht die Brücke nun so aus:

048Bruecke_gelb.jpg

 

Ich habe mich entschieden, den Innenausbau in Etwa so zu lassen, also eine eher schematische Einrichtung stehen zu lassen. Das Grau ist dafür gut geeignet, finde ich...

 

Die grosse Luke unter dem Aufbau ist auch bereits ausgespart, die Übergänge zwischen den Ebenen sind gebaut. Da kommen noch Treppenstufen drauf.

049Mitteldeck_Lukevorn.jpg

 

Die Leisten sind der Anschlag für den Aufbau, den ich da drauf stellen werde.

Auf der vordersten Ebene ist ach bereits ein Streifen Flugzeugsperrholz aufgeklebt, als Auflage für den Aufbau.

Diese vorderste Ebene werde ich nicht mehr beplanken, sondern mit Farbe (grün) bemalen.

Dort wird auch eine Luke zur Wartung des Querstromruders ausgespart. So kann ich eventuell auch eine Ankerwinde zum Fallenlassen und Heben eines Ankers einbauen.

 

Es ist schön, am Morgen, vor der Arbeit, einen kurzen Bericht zu schreiben... so lässt sich's gut aufstehen und sich auf den Tag freuen (und auf den Abend, wenn wieder Werftzeit angesagt sein wird...:D)

 

Euch allen einen guten, erfolgreichen Tag!

 

Gruz aus Basel

Xoff

16. November 2008

Ein Wochenende ganz nach meinem (Modellbau-)Geschmack:mrgreen::

 

Ich berichte Euch über die Fortschritte seit Mittwoch - da ist einiges gegangen...

 

 

 

  • Den unteren Teil des Aufbaus habe ich ganz in Holz gefertigt
  • Das Deck ist ein zweites Mal gebeizt
  • Der Übergang zwischen Bordwand und Deck ist verspachtelt
  • Die Auspüffe (?) sind aus Messing-, resp. Alurohr angefertigt
  • Das bestellte Querstromruder ist gekommen, die Öffnungen im Rumpf sind vorbereitet

 

Der Bau des unteren Teils des Aufbaus war mir eine grosse Freude, denn diese Arbeit ganz in Holz, schön verschliffen, hat viel Spass gemacht. Er sieht gut aus, finde ich:

053Aufbau_untererTeil.jpg

 

Innen siehst Du besser, wie das Ganze gemacht ist: aus Flugzeugsperrholz 1.5mm und 5mm Leisten zur Verstärkung der Ecken:

054Aufbau_untererTeilvonunten.jpg

 

Besonders stolz bin ich auf die abgerundeten Ecken im vorderen Teil...:that:

 

Das Deck, zum zweiten Mal gebeizt, dieses Mal mit «Eiche dunkel» macht einen viel besseren Eindruck als zuvor, es ist nicht mehr so gelb. Auf dem Bild zu den Auspüffen (weiter unten) ist es am besten zu sehen.

Ich werde es nach dem vollständigen Trocknen fein schleifen und überlege mir, wie ich es «älter» aussehen lassen kann. Im Moment ist es mir noch zu «eintönig», es sollte einen gebrauchten Eindruck machen.

Ich halte Euch über den Alterungsprozess auf dem Laufenden ;)

 

Den zum Teil nicht sehr schönen Übergang zwischen Bordwand und dem Deck habe ich mit Polyester-Spachtel verspachtelt und verschliffen...das sieht jetzt schon sehr gut aus!

Durch das Schleifen hat natürlich die rote Rumpffarbe gelitten - aber diese erste Bemalung war eh nicht als definitive Farbschicht gedacht, sondern war einerseits zur besseren Sichtbarmachung von Unebenheiten im Rumpf und andereseits zur Markierung der Wasserlinie aufgetragen worden.

 

Heute habe ich die grossen Auspüffe aus 20mm, die kleinen aus 5.5mm Messingrohr, sowie den mittleren aus 10mm Alurohr angefertigt. Das Löten der Messingrohre, nachdem sie mittels einer Lehre auf Gehrung geschnitten waren, ging sehr gut vonstatten (ich hatte vor dem Löten etwas Respekt - habe das schon ewig lange nicht mehr gemacht... aber es geht noch ganz gut8))

057Auspueffe.jpg

 

Für die Schornstein-Aufbauten habe ich mir sehr viel Zeit genommen, denn ich wollte sie genau und originalgetreu anfertigen. Das war eine eher aufwendige Arbeit, deren Resultat sich sehen lassen kann:D

058Aufbau_mitAuspuff.jpg

 

Von Achtern sieht der Aufbau schon «wie echt» aus, finde ich (Die Rohre sind nur provisorisch eingesteckt in die Befestigungs-Löcher und noch nicht korrekt abgelängt und ausgerichtet):

059Aufbau_mitAuspuff2.jpg

 

Ausserdem ist das bestellte Querstromruder von Aeronaut gekommen:mrgreen:

Sieht es nicht hammerhässig aus?

051Querstromruder1.jpg

 

052Querstromruder2.jpg

 

Natürlich habe ich gleich die Vorbereitungen für den Einbau vorgenommen: Ausgemessen und Löcher in den Rumpf (Autsch!!!) gemacht:

056Querstromruder_Rumpfvorbereitet.jpg

 

Die Form der Löcher ist etwas misslungen... da werde ich einiges zu spachteln haben...:grummel:... ist gar nicht so einfach, einen Kreis auf eine Rumpfwand zu projizieren, vor allem wenn der Rumpf bereits «fertig» ist...naja, es kann nicht alles reibungslos verlaufen...

In den Rumpf gelegt sieht das Querstromruder aber schon ganz nett aus:

055Querstromruder_imRumpf.jpg

 

Bei der Gelegenheit habe ich gemerkt, dass es auf der einen Seite um 6 cm (!) zu kurz ist - obwohl es das Grösste im Sortiment von Aeronaut ist... so werde ich meine wiedererwachten Lötfähigkeiten als nächstes wohl an der Verlängerung des Querstromruders testen können...

 

Es geht recht gut voran mit meiner «Endless Summer» - das freut mich sehr und die Fortschritte machen Mut zum Vorantreiben der Arbeiten...ich habe auf meiner Werft jeglichen Urlaub gestrichen für die Arbeiter und überlege mir sogar, ob ich die Wochenenden auch ausfallen lassen soll... hoffe die kommen mir nicht mit der Gewerkschaft...:cluebat:

 

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche und gutes Vorankommen auf Eurer Werft!

 

Mit liebem Gruss aus Basel

Xoff

19. November 2008

Heute berichte ich über die Vorbereitungen zum Einbau des Querstromruders.

 

Wie bereits vermeldet war das Querstromruder zu kurz für den Einbau in meine «Endless Summer». Also musste eine Verlängerung auf der einen Seite her...

Da ich keine Chance sah, innerhalb nützlicher Frist ein Messingrohr mit einem Aussendurchmesser von 34mm und einer Wandstärke von 1mm zu finden, beschloss ich, selber ein solches zu formen. Als Rohmaterial sollte mir 1mm-Messingblech dienen.

Auf Grösse war das Blech schnell gesägt (mit der Laubsäge in Ermangelung einer anderen, wohl besser geeigneten Säge) und die Kanten auf Mass gebracht.

Das Biegen des Blechs gestaltete sich ebenfalls als nicht sehr schwierig. Das machte ich mit Hilfe eines Stahlrohrs, um das ich das Blech bog.

Durch das Hämmern - natürlich mit einem Holzbrettchen - vergrösserte sich das genau abgemessene Blech ein klein wenig.

Nach der Korrektur dieses Umstands habe ich die Längsnaht gelötet. Das ging sehr gut und einfach.

 

Hier ein erstes Bild vom Resultat meiner Biege-Anstrengungen:

060Querstromruder_Verlaengerung_bereit.jpg

 

Selbstverständlich ist das selber gemachte Rohr nicht so rund wie es eigentlich sein sollte, aber die Lötnaht hält und es passt sehr gut an das gekaufte Querstromruder.

 

Für das Kleben habe ich mir eine einfache Lehre gebaut, damit die Flucht des angesetzten Rohrs stimmt.

Zuerst fixiere ich die beiden Rohre mit Sekundenkleber.

Mittels UHU-Endfest und einer Lage Glasfaser-Gewebe will ich die beiden Stücke verbinden:

061Querstromruder_Verlaengerung_zumKleben.jpg

 

Das ging sehr gut!

Nach dem Kleben heizte ich das gesamte Querruder zuerst mit dem Heissluftföhn, dann mit einem Heizlüfter. Das Erwärmen der Klebers erhöht dessen Endfestigtigkeit.

 

062Querstromruder_Verlaengerung_Haerten.jpg

 

So sieht das Teil fertig aus:

063Querstromruder_Verlaengerung_fertig.jpg

 

Jetzt musste das Rohr auf die Einbaulänge gekürzt werden. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden sägte ich das Messingrohr etwas zu lang ab... ich feile nach dem Einbau lieber ein wenig, als dass ich mein teures und schönes Teil versehentlich falsch ablänge und dann vor einem grossen Problem stehe:

 

064Querstromruder_Verlaengerung_Abelaengt.jpg

 

Unterhalb des Querstromruders liegt der mastfuss, den ich nebenbei fertigte, als das Querstromruder am Härten war. Den Bau des Mastes werde ich später behandeln.

 

Als das Rohr abeglängt war, legte ich es zur Prüfung in den Rumpf... das sieht so aus:

 

065Querstromruder_eingelegt.jpg

 

...an Bug sieht man zwei defekte Stellen, die sich beim Laminieren der Innenseite des Rumpfes gebildet haben...scheinbar war die Beplankung nicht ganz dicht...

 

Heute Abend habe ich dann das Querstromruder eingebaut. Zuerst habe ich es mit «Araldit Rapid» fixiert und dann mit «UHU Endfest» eingepeppt. Das war eigentlich eine Arbeit, die gut vonstatten gegangen ist...bis ich auf die - blöde - Idee kam, mittels meines Heizlüfters die Festigkeit zu erhöhen. Dadurch wurde der UHU viel flüssiger und verabschiedete sich aus den mühsam gefüllten Ritzen und sammelte sich im Kielbereich:grummel:

So war meine Arbeit für das Einleimen des Querstromruders innert kürzester Zeit «für die Katz». Da ich aber den Leim nicht mehr an den richtigen Ort bringen konnte, muss ich wohl warten, bis alles ausgehärtet ist. Zut!

 

Morgen werde ich in einem zweiten Anlauf versuchen, das Rohr korrekt einzukleben. Ich werde da wohl den Araldit Rapid nehmen... der hörtet so schnell aus, dass er nicht wegfliessen sollte...hoffe ich zumindest.

Vin dieser misslungenen Aktion habe ich absichtlich keine Fotos gemacht - will Euch damit nicht schocken..;)

 

So, und jetzt muss ich ins Bett!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

 

Eben war ich die gestrige Arbeit kontrollieren - sie ist gut gelungen:D

 

Zum Glück hatte ich an der Aussenhaut ein breites Klebeband über die ganze Öffnung geklebt, so dass an einigen Stellen eine sehr gute Füllung der Lücke zwischen Querstromruder und Rumpfhaut entstand.

 

Vorhin habe ich jetzt mit einer nächsten Schicht «Araldit Rapid» aussen und innen die letzten Ritzen gefüllt und anschliessend wieder mein Klebeband aussen angebracht.

So sollte jetzt das Rohr so eingeklebt sein, dass ich es heute Abend mit der Feile bearbeiten kann. Allfällige Löcher und Ritzen kann ich dann immer noch in einem dritten Klebegang bearbeiten. Je nachdem wird das aber gar nicht mehr notwendig sein, sondern ich kann dann gleich mit Epoxy-Spachtel mit der Feinverarbeitung beginnen...

 

Ich freue mich sehr darauf, heute Abend das Resultat meiner Arbeit begutachten zu können! ;)

 

Übrigens: zum Schutz der eingebauten Schiffsschrauben und der Innenfläche des Querstromruders habe ich einen Pfropfen aus einem frischen Lappen mit Klebeband in das Rohr fixiert - ich hatte die Befürchtung, dass - sei es durch Unachtsamkeit oder durch Fliessen des Klebers - das Innere des Rohrs verklebt werden könnte. Diese Angst war unberechtigt, aber ich bin trotzdem froh, an diesen Umstand gedacht zu haben... wär doch misslich gewesen, wenn zwar das Rohr eingeklebt, aber die Schiffsschrauben ebenfalls mit angeklebt worden wären...:nerv:

 

Jetzt kann ich beruhigt zur Arbeit und mich den ganzen Tag auf den Abend freuen 8)

 

Euch allen einen guten Tag mit Erfolgserlebnissen bei dem was Ihr tut!

 

Liebe Grüsse aus Basel

Xoff

 

HURRA! :mrgreen:

 

Meine Werftarbeiter überraschten mich heute zum Feierabend mit einer wunderbaren Neuigkeit:

 

Das Querstromruder ist fertig eingebaut und grob verschliffen, bereit zum Verspachteln!

 

Sieht es nicht schön aus?

 

066Querstromruder_eingebautverschliffen.jpg

 

...ich glaube, sie wollen heut Abend Freigang, welchen ich ihnen vor lauter Freude wohl auch gewähren werde;)...und dann werd ich allein ein wenig weiterwerkeln...

 

Aber jetzt muss ich erst mal etwas zwischen die Kiemen schieben!

 

E Guete!

 

Xoff

22. November 2008

Ahoi!

 

Heute konnte ich an der «Endless Summer» weiterbauen:

 

 

  • Ankertaschen eingebaut und verschliffen
  • Rumof ein weiteres Mal innen mit Polyester ausgekleidet
  • Brücke: Bodenrost gebaut
  • Motorbefestigung für Querstromruderantrieb vorbereitet

 

Die Ankertaschen habe ich aus Flugzeugsperrholz gebaut. Eine einfache Form aus zwei zusammenlaufenden Brettchen, die seitlich zwischen zwei andere Brettchen geklebt sind.

Diese habe ich - so gut ich konnte (aufgrund der Pläne sind Position und Lage der Taschen nicht genau ersichtlich) - in den Rumpf eingepasst.

Für die Löcher habe ich mit ner Dremel mit einem feinen Bohrer (1.5mm) die Bordwand perforiert und dann die Grösse des Lochs mit einer Feile angepasst. Mehr oder weniger passten den Taschen dann gut in die Löcher - Araldit und Epoxyspachtel taten den Rest:that:.

Die überstehenden Reste, sowie die Kleberreste habe ich mit dem Winkelschleifer (Flex) grob abgetragen und dann von Hand fertig verschliffen. Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?

 

067Bug_mitQR_Ankertasche_StB.jpg

 

Von Backbord aus sieht es so aus:

068Bug_QRundAnkertasche_BB.jpg

 

Die Abdeckung am oberen Rand sind zum Schutz des bereits beplankten Decks, denn ich habe heute auch die Innenseite des Rumpfes ein weiteres Mal mit Polyester ausgestrichen (ohne GF)...ich habe das Gefühl, die Rumofbeplankung ist etwas dünn und will auf Nummer sicher gehen. Deshalb trage ich auch morgen noch einmal eine Schicht Polyester auf...der Herr geben, dass es klebe!

 

...so macht Modellbau Spass:mrgreen:

 

An der Brücke habe ich auch noch ein wenig weitergebaut: den Boden habe ich noch mit einem Rost belegt, den ich aus 5mm-Lindenleisten gefertigt, die ich auf einen Rahmen aus den gleichen Leisten geklebt habe. So kann ich ein wenig die falsche Höhe des Steuerhauses korrigieren (habe mich verrechnet beim Bauen, was mir letzthin aufgefallen ist;))

 

Als die Leisten hielten habe ich sie noch mit der gleichen Beize gebeizt, die ich für's Deck verwendet habe. Jetzt sieht sie so aus:

 

070Bruecke_mitRost_vonoben.jpg

 

Unter den Türen (die ich nicht funtkionsfähig bauen, sondern aussen Türattrappen aufkleben werde) sind noch zwei Stufen eingebaut:

 

069Bruecke_mitRost.jpg

 

Im Bug habe ich die Befestigung für den Querstromruderantrieb vorbereite, was besonder leicht fiel, weil ich den Kiel-Spant im Rumpf zur Verstärkung von anfang an etwas speziell geformt habe. Diese Idee, die ich eigentlich aus Stabilitätsgründen für die ursprünglich vorgesehenen Schubschultern konzipiert hatte, kommt mir jetzt sehr entgegen, denn ich kann daran wunderbar die Motorhalterung befestigen kann.

 

Davon habe ich keine Foto gemacht.

 

Ich hoffe, morgen noch weiterbauen zu können und freu mich natürlich sehr darauf...:D

 

Euch allen einen guten Abend (bei vielen liegt wohl Schnee...bei uns in Basel hat's bisher nicht geschneit, aber kalt ist's... so'n richiges Wetter zum daheimbleiben und modellbauen:mrgreen:)

 

Xoff

24. November 2008

Guten Morgen!

 

Gestern hat mir die Müdigkeit nicht mehr erlaubt, einen Bericht von der Sonntagsarbeit zu verfassen, was ich jetzt gern nachhole:

 

Ich habe gestern

 

 

  • den Motor für das Querstromruder eingebaut
  • die Backbordseite des Rumpfes innen ein weiteres Mal gepolyestert

 

Für die Motorhalterung habe ich einen Zimmermanns-Winkel verwendet, dem ich ein entsprechend grosses Loch für den Motorflansch spendiert, sowie die kleinen Löcher für die Befestigung desselben gebohrt habe. Das ging soweit sehr gut, aber dann begannen die Probleme:

Ich Dussel hatte ja am Samstag den hölzernen Anschlag dafür am Kielspant in den Rumpf geleimt und dabei vergessen, dass ich mit der Bohrmaschine nicht mehr zukommen werde, um die Löcher für die Befestigung der Halterung zu bohren...:grummel:

Zwar passte mein Dremel-Verschnitt ganz knapp quer in den Rumpf, aber dessen Bohrfutter fasst nur 3mm-Bohrer - und ich wollte die Halterung jedoch mit 6mm-Schrauben befestigen, da 3mm mir viel zu schwach vorkommen, um einen verzinkten Eisenwinkel mit einem angeflanschten und arbeitenden 500er Motor an einem Holzbrett zu befestigen...

 

Also suchte ich nach einer Lösung und wurde fündig:that:

 

Zuerst wurden die Bohrlöcher angezeichnet und mit 3mm vorgebohrt. Dann spannte ich den Winkel mit den 6mm-Löchern mit einer kleinen Schraubzwinge an den richtigen Ort und benutzte sie als Lehre: mit dem eingespannten 3mm-Hoz-Bohrer fräste ich sodann die Löcher so gross, dass die Schrauben passten.

Das ist zwar keine sehr fachgerechte Arbeitsweise, aber sehr effektiv...:mrgreen:

 

..sieht so aus:

071BefestigungQR_Motor.jpg

 

Ihr seht auf dem Bild auch die Schweinerei, die ich mit dem Polyester im Rumpfinnern veranstaltet habe8)...da mir ja die Laminierung gehörig misslungen ist habe ich aus Angst, der Rumpf könnte nicht genug stabil und fest sein, mehrere dünne Schichten Polyester aufgetragen und dabei auch gleich die Spanten geployestert. Sieht nicht sehr schön aus, aber es ist hoffentlich effektiv.

Ausserdem sind die Ankertaschen-Kästen im Bug gut sichtbar - links und rechts vom Motor.

 

Gestern habe ich nun den Rumpf auf die Backbordseite gelegt (was bei der geraden Rumpfseite sehr einfach ist) und die BB-Innenseite - eben - noch einmal gut mit Polyester belegt.

Dabei habe ich gleich noch die Glücksmünze - ein 1-Kopeken-Stück aus der UDSSR von 1965 - eingeklebt:

 

072GluecksKopeke.jpg

 

Wenn dieses rare Stück kein Glück bringt, will ich ein Stevenrohr verschlucken!

 

Am Abend habe ich dann noch beim Modellbau-Kaufhaus (http://shop.modellbau-kaufhaus.de/modules.php?kid=14d32c0557e00c71e988ca447534bffe) eine Bestellung aufgegeben:D

Das ist ja nun wirklich ein wunderbarer Ort, um mit vielen kleinen Dingen eine Menge Geld auszugeben und sich auf eine grossartige Lieferung zu freuen;)

 

Heute werde ich auch wieder Zeit haben, an meiner Endless Summer weiter zu arbeiten...werde Euch berichten:mrgreen:

 

Euch allen einen guten Tag mit möglichst wenig Schneekomplikationen;)

 

Mit liebem Gruss aus Basel

Xoff

25. November 2008

moin moin

 

Ein weiterer produktiver Tag neigt sich seinem Ende zu - und ich schreibe meinen Baubericht....:that:

 

Heute gab's:

 

 

  • Polyestern des Bugs
  • Führerhaus: Dach konstruieren

 

Ein letztes Mal (denke ich) habe ich heute Polyester angemischt und die Rumpfinnenseite im vorderen Teil ausgestrichen. Ich habe viel angemischt und einen grossen Teil zwischen die vordersten Spanten gegossen.

Eigentlich eine gute Idee, aber es war mir nicht bewusst, dass so viel Wärme von einer dicken Schicht Polyester produziert wird...

 

Wie das letzte Mal, als ich relativ viel Polyester zwischen 1. und 2. Spant eingegossen hatte, muss ich auch diesmal eine Stelle am Rumpf ausbessern, wo das Polyester wohl durch die Hitze einen kleinen Flecken der Aussenhaut unbrauchbar gemachte hat...

 

Die Arbeit geht mir nicht aus....:o

 

Als zweites habe ich mich um eine Arbeit gekümmert, die ich irgendwie lange herausgeschoben habe: die Fertigstellung des Führerhaus-Daches.

 

Aus Flugzeugsperrholz habe ich die entsprechenden Teile zurechtgeschnitten und angepasst.

So schlimm wie ich diese Arbeit erwartet hatte, war es dann aber auch nicht.

 

Jetzt muss es «nur» noch Spachteln, Schleifen, Grundieren und so weiter...

 

Jetzt sieht es so aus:

073Fuehrerhaus1.jpg

 

074Fuehrerhaus2.jpg

 

075Fuehrerhaus3.jpg

 

076Fuehrerhaus4.jpg

 

wunderbar, finde ich..:that:

 

So sieht die «Endess Summer» im Moment aus, wenn ich alles draufstelle, was ich schon hergestehl habe....:

077EndlessSummer_Zustand20081124.jpg

 

...und jetzt bin ich aber müde....;)

 

Euch eine gute N8

 

Mit liebem russ

 

Xoff

26. November 2008

Liebe Freunde von der Modellbauwerft

 

Mich hat eine Grippe ins Bett - oder besser: in die Wohnung - gezwungen und ich war gestern und heute recht lange ganz brav im Bett... aber irgendwann bin ich dann fast angefault und (Ihr kennt das bestimmt) konnte dem Ruf der Werft nicht mehr widerstehen...

 

So ging es seit gestern Mittag doch ein schönes Stück weiter:

 

 

  • das vordere Deck, inkl. der Rohre für die Ankerketten und der Luke über dem Querstromrudermotor
  • die nicht originalgetreue grosse Rolle am Heck
  • das Geländer am Treppenabsatz in der Brücke

 

Das vordere Deck - Backdeck? - aber das wäre es laut Definition nur, wenn es das Dach eines Aufbaus auf dem Oberdeck am Bugende bilden würde... und auf dem Schlepper «Smit Mersey», der das Original meiner Endless Summer ist, sind unter diesem vorderen Deck Tanks (17.9m2 für Diesel, 40m2 für Frischwasser und 67m2 für Wasserbalast! davon hat es im Heck auch einen etwas kleineren...die sind wohl zum trimmen des Schiffs und haben betimmt auch eine Funtkion zur Verbesserung des Schleppens zu tun...vielleicht kann mich da einer der wirklichen Kenner von Schiffen und insbesondere Schleppern aufklären...;)

...nun also, dieses Backdeck hab ich verleimt.

Vor dem schon vor einiger Zeit aufgeklebten Streifen - er hat als vordere Auflage für den Aufbau gedient und hat seine vordere Kante in der Mitte auf einem 9mm dicken Spant - habe ich in der Mitte eine relativ grosse Luke ausgesägt und einen Decksspant entsprechend entfernt (A, gestrichelte Umrisse) unter dem Decksrand habe ich den Spant bis kurz vor die Kante der Luke stehen lassen (B, rote Umrisslinie), schliesslich brauche ich den für eine korrekte Krümmung des Decks zu unterstützen.

Durch diese Luke komme ich mit einer ganzen Hand bequem durch, was die Wartung sehr erleichtert!

Schau's Dir selber an:

090LukeBackdeck_beschriftet.jpg

 

Ausserdem habe ich die vier Schraubenlager eingebaut, in die ich die Schrauben drehe, die die Luke verschliessen ©.

Ich mache das absichtlich nicht «versteckt», sondern werde die Luke auf im fertigen Zustand mit kleinen Senkkopf-Kreuzschlitz-Schrauben verschliessen - es ist ein Modell und ich muss und will überall rankommen... so mache ich diese Luken auch sichtbar.

Der Lukendeckel sieht dann so aus:

092DeckelBugLuke.jpg

 

Verschraubt sieht das dann so aus:

093BugLukeverschraubt.jpg

 

 

Auf dem oberen Bild sieht man die Löcher und Rohre für die Ankerkette (D). Das sind schnöde 10mm-Alu-Rohre aus'm Baumarkt. Da muss noch eine Ankerkettenklüse drauf...

 

Von Innen sieht der Bug so aus:

091BugVonInnen.jpg

 

(A) sind diese Rohre für die Ankerkette - ich würde gern einen der Anker mit ner Winde versehen und ihn fallen lassen und wieder hochziehenn können...;)

Darunter (B) die beiden Ankerkästen.

 

© sind die gesagten M8-Schrauben, mit denen ich die Motorhalterung für das Querstromruder befestigt habe. Sie sind an ein Brett geschraubt (E), das am grossen Bugspant (D) angeleimt ist.

 

(F) meint eigentlich nicht das bisschen Kiel, sondern den links und rechts davon sich befindenden Polyester-See. Den habe ich extra entstehen lassen, weil ich mir dadurch eine bessere Verstärkung der Rumpfwand verspreche..

 

Weiter ging es mit dem letzten noch offenen Punkt zur Fertigstellng der Deckskante: die grosse Schlepprolle am Heck, die ich am anfang des Freds angekündigt hatte.

Obwohl ich ja in der Zwischenzeit das Thema meines Schiffs von «genauem Nachbau eines grossen holländischen Schleppers» zu «von Surfern gekauftem, ausgemustertem Schlepper umgebaut zum ultimativen Surfboat» geändert habe, will ich diese Rolle bauen. Schliesslich ist diese integrierender Bestandteil des Schiffs und kann nicht - wie die Winden, z.B., die ich nicht bauen werde - einfach entfernt werden, wenn man ein Originalschiff «zweckentfremdet». Insofern ist es eben schon ein originalgetreuer Nachbau...nur gibt es das Original nicht....:mrgreen:)

 

Erstes Problem:

Wie stelle ich diese Rolle her?

Geh ich zu nem Drechsler, mach ich sie aus Metall oder Kunststoff?

Ich entscheide mich für Holz. Ein 50mm-Buchen-Rundstab ist das Ausgangsmaterial.

Der Querschnitt soll so aussehen:

094HeckrollePlan.jpg

 

ziemlich simpel...

Ich spanne das Rundholz in meinen - geerbten *Danke Pius!* - Zyllis-Toll ein, wo ich das Holz fixieren kann, es aber auch mit der Hand drehen kann. Mit einer Raspel - das Gröbste was ich habe - rasple ich grob die Konturen. Dazu mache ich mir eine Kartonlehre für die Tiefe der mittleren Einkerbung. Zuerst rasple ich einen etwa sechseckigen Querschnitt, dessen Flächen exakt 8mm tiefer liegen als der Aussendurchmesser. Dann rasple ich die Kanten ab und wieder die Kanten... wenn man das ganz grade macht, kann man sehr gut von Auge arbeiten, weil alle Kanten parallel sein (sollten).

Die Verjüngungen aussen sind einfach: auf der Stirnseite des Rundstabs mit dem Zirkel den inneren Radius anzeichnen und auf der Rolle die Kante der Steigung...dan wieder feilen nach bewährtem Prinzip.

Sieht nach einer Stunde schwitzen so aus:

095Heckrolle.jpg

 

Jetzt muss diese Rolle im Heck eingebaut werden...davor habe ich Respekt...schliesslich muss ich ein weiteres Loch in den Rumpf machen. Hier weiss ich aber, dass ich auf massives Nadelholz stossen werde, da deas gesamte Heck massiv gebaut ist.

Zuerst zeichne ich an, so dass die Rolle mittschiffs ca 5mm über das Deck hinausragt und damit in etwa bündig mit der grossen Luke auf dem Hauptdeck sein.

Jetzt wird gebohrt: mit 2mm, Loch an Loch

096HeckDeckGebohrt.jpg

und

097HeckRumpfGebohrt.jpg

 

Die folgenden Bilder sprechen für sich...

098HeckAusgehoehlt1.jpg

 

099HeckAusgehoehlt2.jpg

 

100HeckrolleMontiert.jpg

 

101HeckrolleMontiert2.jpg

 

Das Einkleben (mit Ponal Wasserfest) und Verspachteln (mit Epoxy-Spachtel) habe ich nicht fotografiert.

 

Und dann wollte ich noch ein wenig Basteln: Ein Geländer auf der Brücke8)

 

Dazu nahm ich 2mm-Messingdraht und habe mir einfach so mal ein Geländer im einfachsten Stil gebogen und die Teile zusammengelötet. Wenn man nicht zu genau schaut, sieht es ganz gut aus:

102BrueckeMitGelaender.jpg

 

..und jetzt bin ich schon lang am Schreiben und Shotofoppen;)

 

Hoff, der Bericht war nicht zu lang..

 

Mit liebem Gruss aus Basel

 

Xoff

28. November 2008

moinsen

 

Heute gibt's nur einen ganz kurzen Bericht und ein Bild - Details kommen gegen Ende Wochenende...hab heute keine Zeit für's Schreiben...;)

 

Mittlerweile hab ich mich ans Schanzkleid gewagt. Ich mach es in Messing. 1mm Blech.

 

Die Backbordseite ist auf dem Oderdeck bereits weit gediehen - einige Schönheitsfehler muss ich noch korrigieren...

 

Aber schau selber:

104AnsichtBb_MitSchanzkleid.jpg

 

Wird gut, meine ich...;)

 

Euch allen ein wunderbares Wochenende!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

29. November 2008

Hallo, liebe Ingenieure, Kapitäne, Werftarbeiter und Matrosen

 

Nach einem modellbaumässig untätigen Freitagnachmittag und Samstag liefere ich jetzt den Baubericht zum Schanzkleid nach:

 

Wie bereits geschrieben fertige ich das Schanzkleid aus Messingblech, 1mm dick. Messing ist mir ein sehr sympathisches Material und ich schätze seine vielfältigen Eigenschaften. Es kam in die 1.Wahl, weil ich das Schanzkleid z.T. biegen muss und somit Holz wegfiel - da ich nicht über Biegeerfahrungen mit Holz verfüge und auch nicht «unter Zug» arbeiten wollte, will heissen, dass ich das Schanzkleid selbsttragend geformt herstellen möchte.

1mm Dicke ist vielleicht etwas viel, aber zu den Dimensionen des Schiffes passt es meiner Meinung nach (Massstab 1:25)

Da die Smit Mersey ein - eigentlich - sehr «gerader» Schlepper ist, also die meisten Linien wirklich gerade sind, ist die Herstellung des Schanzkleids kein so grosses Problem. Die Längssseiten können aus einem geraden Streifen ausgeschnitten werden, nur an den Rundungen muss ich mit Halbkartonschablonen arbeiten.

Die Schanzkleidstützen sind zwar nicht schwierig herzustellen, aber es sind doch einige... Ich schneide sie mit einer Blechschere aus, drücke die dadurch verkrümmten Stücke im Schraubstock gerade und bearbeite sie so auf einfachste Weise.

Im folgenden Bild siehst Du die verschiedenen Schritte in der Herstellung:

105Schanzkleidstuetze_Herstellung.jpg

 

Das Löten mache ich mit einem kleinen Brenner..nach ein wenig Übung gelingen sogar mir schöne Lötstellen...;)

 

106Schanzkleid_Loeten.jpg

 

...und so sieht das Schanzkleid von der Decksseite her gesehen aus:

 

107Schanzkleid_Fertig.jpg

 

Nachdem ich zuerst grossen Respekt vor der Herstellung des Schanzkleids hatte, bin ich nun doch recht positiv überrascht, wie reibungslos und einfach es war... für die zwei Stücke habe ich rund 5 Stunden gebraucht...nicht schlecht, finde ich...;)

 

Und jetzt geh ich dann noch ein wenig auf die Werft...mich juckt's in den Fingern...:D

 

Euch allen einen guten, schönen Abend und viel Spass bei was auch immer...

 

Xoff

1. Dezember 2008

Ein aus Modellbausicht gesehen sehr erfolgreicher Sonntag neigt sich seinem Ende (Huch, er ist ja bereits vorbei:grummel:) entgegen und ich möchte kurz berichten:

 

Heute habe ich

 

 

  • die Poller auf dem Hauptdeck, sowie
  • die Verlängerung des Schanzkleids bis an den Bug

 

gefertigt.

 

Nach eingehendem Studium der wertvollen Seiten über's Löten und berücksichtigen von Tipps sind mir die Lötarbeiten heute recht leicht gefallen. Die Lötstellen sind zwar nicht alle sehr schön geworden, aber sie sind durchaus in meinem Geschmack.

 

Zuerst habe ich mich an die Doppelpoller im achteren Teil des Hauptdecks gemacht. Diese stehen auf einem kleinen Podest, welches ich aus «Laubsägeholz» - billigem Sperrholz - gefertigt habe (es war das einzige, das annähernd die geforderte Dicke hatte). Dieses Podest habe ich der Decksneigung angepasst und zwei 10mm-Löcher für die beiden einzelnen Poller gebohrt.

 

Die Poller sind aus 8mm/10mm (Innen-/Aussendurchmesser)-Messingrohr und einem Deckel aus 1mm-Messing-Blech. Der Draht ist 2mm dick.

 

Das sieht so aus:

 

108SchanzkleidBbPoller.jpg

 

Auf dem Bild ist auch der Einzelpoller zu sehen, der ein wenig aufwendiger zu fertigen war. Er ist gekröpft und ist in einen Kasten integriert, den ich am Schanzkleid angelötet habe.

 

Von Nahe sieht der so aus:

 

109SchanzkleidBbEinzelpoller.jpg

 

Im vorderen Teil des Schiffes habe ich das Schanzkleid verlängert - was auf dem Foto nicht zu sehen ist: ich bin schon am Bug vorne angelangt.

 

Hier war die Klüse eine Herausforderung. Auch im hinteren Teil hat es eine solche, die ich aber sehr einfach gestaltet habe. Damit war ich irgendwie nicht zufrieden, vor allem nachdem ich die Fotos, die ich mit dem Plan zusammen gekauft hatte, noch einmal eingehend studiert habe. Diese Klüsen sind nicht nur einfache Löcher im Schanzkleid, sondern bestehen sozusagen aus einem Rohr, das wohl zu idealen Umleitung eines Taus - ohne es allzu sehr zu «knicken» - dient (denke ich mir).

So habe ich bei der zweiten solchen Klüse versucht, das mit einem oval gebogenen 18/20er-Rohr etwas realistischer zu bauen....ist etwas gross geraten (ein 13/15er-Rohr hätte es auch getan), aber mir gefällt's:

 

111Kluese.jpg

 

Wie Du siehst habe ich mit dem Dremel-Verschnitt mit dem Schleiftelleraufsatz eine Art Winkelschleifer-Effekt hingebracht, der mir ganz gut gefällt....

 

110SchanzkleidBb_Backdeck.jpg

 

*ob ich die Innenseite des Schanzkleids nur transparent lackieren soll...?*

 

Das Schanzkleid sieht für mich ein wenig wie das eines Schiffes auf der Werft bei einer Generalüberholung/Renovation aus. Die Werft steht eher irgendwo in der Karibik als in einem europäischen Hafen, es wird mit dem gearbeitet, was gerade da ist und die Arbeiten sind eher grob, aber zweckmässig und stabil.

 

Mit macht's immer mehr Spass und ich befürchte schon, das Ende dieser Buarbeiten könnte schneller kommen als erwünscht...ursprünglich bin ich von einer jahrelangen Bauzeit ausgegangen... dabei habe ich mich wohl ein wenig unterschätzt...;)

 

Jetzt geh ich von meinen Schottelantrieben träumen, die ich letzte Woche bestellt habe... das Angebot von Aeronaut ist gekommen... ich habe mich trotz des für mich extrem hohen Preises für die Spezialanfertigungen (mit 110mm-Schraubendurchmesser) zum Kauf entschieden...man gönnt sich ja sonst nix...hihi...

 

Euch allen einen guten Wochenstart!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

2. Dezember 2008

Heute - und gestern - war Treppenlöten angesagt.... *Sch...dicke Finger* sag ich da nur...wie @Schlickrutscher es ausdrücken würde...;)

 

Es ist gar nicht so einfach, aus den Wangen und den Stufen, korrekt zugeschnitten und auf's Löten vorbereitet, einigermassen gerade und schöne Treppen zu bauen!

Da musste ich mir einiges einfallen lassen, um die erste und letzte Stufe einzulöten, ohne dass die ganze Sache krumm wird...

 

Waren erst einmal die oberste und unterste Stufe gelötet, konnten die dazwischen liegenden Stufen recht einfach eingesetzt werden.

 

Das Resultat sieht so aus:

 

die vordere Treppe:

112VordereTreppe.jpg

 

die hintere Treppe:

113HintereTreppe.jpg

 

...gut, die Stufen sind nicht alle komplett parallel, aber besser hab ich's mit meinen Wurstfingern nicht hingekriegt...8)

 

das wär's für heut...müde bin ich, leg mich jetzt zur Ruh..;)

 

greez

Xoff

4. Dezember 2008

Heute gibt's mal keinen Baubericht, sondern «nur» Bilder und Kommentar zur Bestellung beim Modellbau Kaufhaus

 

Gestern ist die bestellte Ware gekommen - das Paket war viel kleiner, als ich erwartet hatte... aber als ich es geöffnet hatte und all die kleinen, feinen Dinge sah, die sich darin befanden, wurde mir trotz der klirrenden Winterkälte ganz warm ums Herz...:pfeif.:

 

Aber schau selber:

114KleinteileModellbauKaufhaus1.jpg

 

und:

 

115KleinteileModellbauKaufhaus2.jpg

 

Da sieht man so feine Sachen wie:

 

 

  • Rettungsinsel mit Untergestell
  • Spannschrauben für die Bug-Fender
  • Deckstrahler
  • verschiedene Signallampen inkl. 6V-Birnchen
  • superkleine Nieten (wusste gar nicht, dass die SO klein sind!;))
  • schöne Bullaugen (20mm)
  • Warnschilder, dabei ein selber gestaltetes (Bild unten)
  • Reederei Logo, selber gestaltet (Bild unten)
  • Fahne, ebenfalls selber gestaltet
  • Schriftzug «ENDLESS SUMMER»
  • und einen superschönen SEEMATZ-Suchscheinwerfer...auf dessen Zusammenbau ich mich besonders freue:D

 

Die Warnschilder sind jedoch so klein geraten, dass sie von blossem Auge kaum zu erkennen sind...:(...da habe ich mich ein klein wenig verrechnet...soll ja vorkommen...

Deshalb stelle ich hier die Idee ein: da es sich ja um ein Surf-Basis-Schiff handeln wird, kann eine Warnung vor Haien nicht fehlen (Ihr seht, ich nehme das alles nicht tierisch ernst...;))

Die Vorlage sieht so aus:

116SharkZone2.jpg

 

Da kam noch der dreieckige Rahmen rum...hoffe, Ihr könnt es Euch in Etwa vorstellen...

 

Das Reederei-Logo ist auch eine Eigenkreation... ebenfalls nicht ohne Witz und ein wenig stolz natürlich über die Erfolge auf meiner Werft...deshalb hat die Werft auch meinen Namen:

117Logo_Xoff.jpg

 

Das sieht - auf die Auspuff-Kästen aufgebracht so aus:

 

119EndlessSummer_mitLogo.jpg

 

Die Fahne, die ich aus Reedrei-Logo und Heimathafen-Wappen (Basel, logisch...;), etwas Lokalkolorit muss sein!) gebastelt habe, sieht so aus:

 

118Flagge_Xoff_BS_gelb.jpg

 

...schade nur, dass ich all die wunderbaren Teile nicht gleich verbauen kann... dazu ist der Fortschritt auf der Werft noch nicht weit genug gediehen...:|

 

Ich hoffe, heute ein wenigzum Bauen zu kommen, gestern war ich schlicht zu müde nach 13 Stunden Arbeit.

 

Euch allen einen schönen, guten Tag!

 

Greez

Xoff

5. Dezember 2008

Guten Morgen! TGIF! (Thank God It's Friday!)

 

Gestern hatte ich ein wenig Zeit und habe mich um den Handlauf auf dem Schanzkleid gekümmert.

Diesen habe ich aus einem 3mm-MS-Rohr hergestellt. Dazu wurde das Rohr flachgeschlagen (eigentlich wollte ich es ganz sauber im Schraubstock machen, aber dazu sind Kräfte notwendig, die ich nicht aufbringen kann).

So machte ich es mit dem Hammer, was natürlich zu deutlichen Spuren führte (Bilder folgen noch)

Nach einigem Bearbeiten waren die rohen Handläufe flach und gerade und konnten an die Form des Schanzkleids angepasst werden.

 

Mit «Gaffa»-Tape hab ich dann den Handlauf auf dem Schanzkleid fixiert und an den neuralgischen Stellen mit einer kleinen Lötstelle fixiert...dann konnte das Klebeband entfernt werden und der Rest gelötet werden.

 

Nach dem Schleifen mit meinem Dremel-Verschnitt sieht die Sache nun sehr ansprechend aus. Durch die Hammerspuren und kleinen Unebenheiten/Unregelmässigkeiten ist bereits jetzt ein fortgeschrittener Alterungsprozess sichtbar...da sind schon einige Taue darüber gezogen worden:that:

 

Diese Arbeit habe ich erst am hinteren Teil des Backbord-Schanzkleids ausgeführt. Am vorderen Teil sind noch einige Teile fällig (Doppelpoller, Befestigung Fender, etc.), ausserdem muss ich ja die Steuerbordseite des Schanzkleids noch herstellen. Deshalb wird der Rest des Handlaufs erst nach Fertigstellung des ganzen Schanzkleids angebracht werden.

 

Ausserdem habe ich gestern die beiden Treppen verschliffen. Sie passen nun perfekt in die Ausschnitte im unteren Teil des Aufbaus und sehen echt gut aus...:mrgreen:

 

Jetzt ist eigentlich langsam Zeit für eine erste Probewasserung in der Badewanne meiner Partnerin - ich habe selber keine...

Dazu muss aber der Rumpf zuerst gestrichen werden, d.h. die ganze Farbbehandlung von Grundierung, Schleifen, evtl. Spachteln und Grundieren/Streichen steht an. Diese Arbeiten will ich bald erledigen, denn langsam aber sicher juckt es mich, die «ENDLESS SUMMER» ins Wasser zu setzen.

Das Gewicht des rohen Rumpfes liegt wohl bei etwa 10kg (inkl. all der bisher gefertigten Aufbauten) - müsste mir eine Personenwaage besorgen zwecks Wägen...

Damit liege ich - so glaube ich - nicht schlecht im Rennen, aber um sicher zu sein möchte ich anlässlich der ersten Wasserung eben die Zuladung testen, bis das Schiff auf der KWL (Konstruktionswasserlinie) liegt.

...nicht dass ich dann eine böse Überraschung erlebe - wobei ich sehr wahrscheinlich einiges an Zusatzgewichten einbringen werden muss - die ausgerechnete Verdrängung liegt zwischen 25 und 30 kg... aber es wäre nicht das erste Mal, dass ich mich verrechnet hätte, deshalb traue ich dieser Rechnung nicht wirklich, bis ich es durch einen Versuch bewiesen habe...;)

 

...wenn ich heute nur nicht arbeiten gehen müsste...irgendwie ist die Motivation dafür ziemlich im Keller...würde viel lieber den Tag auf der Werft verbringen (an Weihnachten mag ich schon gar nicht denken...ist eh nicht meine Lieblingsveranstaltung...;))

 

So wünsche ich Euch allen einen guten Tag - auf dass er reibungslos und schnell vorbeigehen möge!

 

Mit liebem Gruss aus der grauen, kalten, dunklen, feuchten, garstigen, wettermässigunfreundlichen NordWestSchweiz

 

Xoff

6. Dezember 2008

Guten Morgen!

 

Heute werde ich zwar keine Zeit zum Bauen haben (Niggi-Näggi-Aktivitäten...da hat die Familie vor dem Schiff Vorrang:?), aber ich liefere Euch die Fotos nach, die ich versprochen hatte:

 

Zuerst der Handlauf:

120Schanzkleid_mitHandlauf.jpg

 

Hier siehst Du auch die anderen Details des achtern Teils des Schanzkleids, die ich noch nachgebessert habe:

 

 

  • die Klüse ist nun auch realistischer: ein zu einem ovalen Rohr gebogener 0.5mm-MS-Blechstreifen in das Loch gelötet und innen mit einem MS-Draht «verdickt»
  • der Doppelpoller hat einen MS-Fuss erhalten aus 6mm dickem massivem MS

 

Auf dem folgenden Bild siehst Du im Bereich des vorderen Einzelpollers im Detail das Profil des Handlaufs:

121Schanzkleid_HandlaufDetailPoller.jpg

 

...und hier ein Detail im Heckbereich: der Handlauf ist da fast perfekt gebogen und es sieht gut aus...finde ich:):

122Schanzkleid_DetailHeckrolle.jpg

 

Dann habe ich ja noch die Treppen verschliffen und die passen nun perfekt!

Hier die achtere Treppe:

123Treppe_achtern.jpg

 

Sehr gut siehst Du, wie die Steuerbord-Wange wegen der Decks-Krümmung etwas länger ist...die unterste Stufe ich nicht ganz parallel zu den anderen...aber was soll's...;)

 

Die vorderen Treppe ist weniger lang, aber nicht weniger schön passend:

124Treppe_vorn.jpg

 

So viel für Heute von mir... ich freu mich schon, morgen weiter zu bauen!

Als nächstes wird das Steuerbord-Schanzkleid dran sein.

Danach werde ich mich um die Versiegelung des Rumpfes kümmern, damit ich die im letzten Beitrag angesprochene Erstwasserung ins Auge fassen kann:D

 

Ich wünsch Euch allen einen guten, trockenen Tag und hoffe, dass keiner vom Nikolaus im Sack davongetragen werden wird! ...meine unfreiwilligen Aufenthalte im Schwarzwald bei Knecht Ruprecht, zum Karottenschälen und bei Tannennadelsuppe, waren nicht wirklich erbaulich und deshalb gebe ich mir jedes Jahr Mühe, nicht allzu sehr durch schlechtes Benehmen auszufallen...;)

 

Mit liebem Gruss

Xoff

7. Dezember 2008

Heute gibt's einen Foto-Baubericht...:mrgreen:

 

Habe heut am Steuerbord-Schanzkleid arbeiten können, was ich - sozusagen zur Feier des Tages ;) - fotografisch dokumentiert habe. Die erfahrenen Modellbau-Profis werden sich wohl langweilen, vielleicht wird aber der eine oder andere auch den Kopf schütteln ob meiner Lötstellen... ich denke aber viel mehr an die, die sich noch nie an einen Eigenbau gewagt haben und möchte damit motivieren... das Arbeiten mit Messing ist einfach toll und macht grossen Spass!

 

Aber schau selber:

 

Angefangen mit der Domkumentation habe ich erst, als der erste, gerade Teil des Schanzkleids bereits angefertigt war.

Als Rohmaterial nehme ich 1mm dickes Messingblech, in 40mm-Streifen zugeschnitten.

Als Werkzeug brauche ich eine gute Blechschere, verschiedene Feilen, Bohrer, sowie meinen Dremel-Verschnitt mit Schleifteller und Stahlbürste, sowie natürlich den Lötkolben, Elektronik-Lot, sowie Lötwasser, Schleifpapier, einen Metall-Massstab und einen Stahlanreisser...hab bestimmt etwas vergessen...

 

So sah die Arbeit als nach dem ersten Teil aus (das Foto ist nicht scharf, sorry!):

125SchanzkleidStB_01.jpg

 

Ich fixiere die Teile jeweils mit «Gaffa»-Tape. Der Einzelpoller ist bereits angelötet.

 

Für den gebogenen Teil achern mache ich eine Papier-Schablone (auch mit unscharfem Bild:|):

126SchanzkleidStB_02.jpg

 

Die Schablone (in zwei Stücke geteilt) siht so aus:

127SchanzkleidStB_03.jpg

 

Auf den Messingstreifen angerissen:

128SchanzkleidStB_04.jpg

 

Während des Ausschneidens:

130SchanzkleidStB_06.jpg

 

Fertig ausgeschnitten:

131SchanzkleidStB_07.jpg

 

Jetzt muss das Blech mit Schraubstock und Hammer wieder plan gemacht werden. Sieht dann so aus (zusammen mit dem anderen Teil):

132SchanzkleidStB_08.jpg

 

Jetzt müssen die Teile an den bereits fixierten Teil an Deck angepasst (gebogen) werden:

133SchanzkleidStB_09.jpg

 

Das angepasste Stück wird auch auf dem Deck fixiert und zum Verlöten vorbereitet (Schleifen, mit Lötwasser Lötstellen und Umgebung bestreichen):

134SchanzkleidStB_10.jpg

 

Das Holzstück dient zur genaueren Plazierung der Lötstelle.

 

Gelötet sieht das dann so aus - die Lötstelle ist nicht sonderlich schön:

135SchanzkleidStB_11.jpg

 

Aber geschliffen (mit Schleifteller-Dremel) sieht die Stelle aber schon ganz passabel aus:

136SchanzkleidStB_12.jpg

 

Bald ist auch der hinterste Teil des Schanzkleids angepasst und fixiert:

137SchanzkleidStB_13.jpg

 

geschliffen als Vorbereitung zum Löten:

138SchanzkleidStB_14.jpg

 

gelötet:

139SchanzkleidStB_15.jpg

 

Ende erster Teil (Grafik-Beschränkung)...

 

Die erste Lötstelle hat sich beim Verschleifen der Zweiten wieder gelöst (sie sah eben nur gut aus, war es aber nicht...). Das erleichterte mir aber das Anlöten der Scahnzkleidstützen:

140SchanzkleidStB_16.jpg

 

Nummero due vorbereitet:

141SchanzkleidStB_16.jpg

 

..und gelötet:

142SchanzkleidStB_17.jpg

 

und schon die Dritte:

143SchanzkleidStB_18.jpg

 

So sieht dann das ganze Schanzkleid aus:

144SchanzkleidStB_19.jpg

 

145SchanzkleidStB_20.jpg

 

146SchanzkleidStB_21.jpg

 

An Deck sieht das Ganze so aus: passt (fast)!

147SchanzkleidStB_22.jpg

 

Von achtern aus:

148SchanzkleidStB_23.jpg

 

Die beiden Klebeband-Streifen braucht's, um das Schanzkleid korrekt an Ort zu halten... später wird es ja angeleimt.

 

Jetzt fehlt nur noch der Handlauf (das ist wahrscheinlich das falsche Wort dafür - bitte korrigiert mich). Dieser wird aus einem 2mm-Messingrohr gefertigt, das ich mit dem Hammer flach-schlage:

149SchanzkleidStB_24.jpg

 

bei genauem Hinsehen siehst Du horizontal auf Höhe des Hammers den Übergang vom runden zum flachgeschlagenen Teil.

 

Hier ist der Handlauf bereits auf das Schanzkleid fixiert:

150SchanzkleidStB_25.jpg

 

Sieht bereits jetzt gut aus..:)

151SchanzkleidStB_26.jpg

 

Hier ist er angelötet:

152SchanzkleidStB_27.jpg

 

Von achtern aus: das Resultat eines arbeitsamen Nachmittags auf meiner Werft...:D

153SchanzkleidStB_28.jpg

 

So viel mal für den Moment.

 

melde mich nach dem Abendessen wieder...hab noch ein Schmankerl auf Lager...:bäh:

 

BB

Xoff

 

Hier noch das Schmankerl (als dritter Beitrag heute):

 

Gestern Abend hatte ich dann doch noch ein wenig Zeit, so machte ich mich an die eine Tür, backbords.

Sie hat ein Scharnier:

154TuerBackbord_geschlossen.jpg

 

Sie lässt sich natürlich auch öffnen...8)

155TuerBackbord_offen.jpg

 

Wegen der Deckskrümmung ist sie ein wenig unförmig... aber sie gefällt mir sehr gut.

Das Scharnier habe ich aus Draht selber gebogen und eingelötet.

 

...und jetzt muss ich dann noch kontrollieren gehen, ob meine Werftarbeiter (die müssen mittlerweile sogar auf dem Schiff schlafen - jegliche Unterbrüche sind nur im allerntwendigsten Fall gestattet...;)) gut weitergaerbeitet haben.... der Rest des Schanzkleids sollte schon weit gediehen sein!

 

Liebe Grüsse

Xoff

16. Dezember 2008

Liebe Freunde von den Modellwerften in aller Welt!

 

In Anbetracht der eisigen Kälte komme ich leider nicht wirklich viel zum Arbeiten, resp. die Schichten sind relativ kurz, denn die Dauer bis meine Finger auf meiner unbeheizten Estrich-Werft klamm und starr sind, bewegt sich um etwa 10 Minuten...:?

 

Trotzdem bin ich ein klein wenig weiter gekommen, die Fotos dazu liefere ich nach, wenn die Kamera wieder aufgetaut ist...

 

Mittlerweile ist das Schanzkleid rundherum im Rohbau fertig, die zweite Tür ist auch gefertigt.

 

Etwas Kopfzerbrechen bereiten mir im Moment die an das Schanzkleid anzuformenden Anbauten für die Befestigung der Fender im Bugbereich, die grossen Doppelpoller mit Verkleidung auf dem Backdeck, sowie die genaue Form der Rahmen für die Scheuerleisten (statt «Leisten» sollte ich wohl lieber «Gummi-Stossleisten» schreiben - übrigens ein Bild mit wunderschönen «Altersschäden»!)

 

Ein wenig kommt mir auch meine Ungeduld in die Quere, denn ich würde sehr gern die «ENDLESS SUMMER» zu Wasser - resp. in die Wanne - lassen, um den Stand der Wasserlage und die noch zulässige Zuladung zu eruieren. Dazu müsste ich wohl den Rumpf mit zumindest einer vollständigen Farbschicht versehen, was aber nicht in Einklang zu bringen ist mit den noch ausstehenden Arbeiten...irgendwie habe ich den Überblick verloren und arbeite auf verschiedenen Baustellen...

 

Ihr seht, es läuft gerade nicht wie geschmiert auf meiner Werft - aber was soll's, es kommt ja schliesslich wieder eine ruhigere Zeit mit mehr Sonne und Wärme...der Winter ist nicht gerade meine Hoch-Zeit...und Weihnachten will auch vorbereitet werden...dazu kommt noch sehr viel Arbeit.

 

Euch, liebe LeserInnen, wünsche ich eine gute Zeit, genug freie Zeit zum Bauen und/oder Träumen davon - und vor allem viel Energie und Sonne im Herz für diese aus meiner Sicht schwierige Zeit...;)

 

Mast- und Schotbruch!

 

Xoff

21. Dezember 2008

Moin!

 

Heute kann ich Euch wieder mal mit Bildmaterial von meiner Werft berichten.

 

Es hat sich etwas getan, auch wenn ich längst nicht so viel Zeit habe, wie ich gern auf der Werft anwesend sein möchte...;)...aber immerhin komme ich doch dazu und auch ein wenig vowärts...:D

 

So sieht meine «ENDLESS SUMMER» heute aus:

 

Vom Bug her, Ansicht backbord:

156Stand21.12.08_AnsichtBug_Bb.jpg

 

Das Schanzkleid entlang des Hauptdecks ist bereits verklebt - ich konnte nicht warten...;)... da ich vorhabe, das Schanzkleid innen nur transparent zu lackieren und aussen mit Farbe - und das Deck auch nur noch lakiert werden muss (eventuell noch ein paar Alterungssspuren... aber die kommen von allein bei der Arbeitsweise meiner Männer...lol)

 

Von achtern sieht sie so aus:

160Stand21.12.08_AnsichtvonAchtern.jpg

 

etwas mehr von Backbord sieht man auch das Schanzkleid auf dem vorderen Schiffsteil gut. Es ist noch nicht verklebt, da noch einige Teile fehlen:

159Stand21.12.08_AnsichtvonAchtern_Bb.jpg

 

Zum Beispiel die grossen Doppelpoller auf dem Backdeck:

163Backdeck_Doppelpoller_Aufgang_Ansichtbb.jpg

 

Der auf der Backbordseite ist bereits fertig:

161Doppelpoller_Backdeck_Bb.jpg

 

Diese Teile sind ziemlich knifflig herzustellen...deshalb habe ich ja auch das Gefühl, etwas langsam vorwärts zu kommen...;)

 

Jetzt zeige ich Euch noch ein paar Impressionen:

157Schanzkleid-Stb_Aufgangachtern_Tuer.jpg

 

158Achterdeck_Ansicht_Bb_vonvorne.jpg

 

162Queransicht_hinterAufbau_Tuer.jpg

 

Ich hoffe sehr, über die Festtage ein wenig zum Bauen zu kommen - aber davor muss noch so einiges erledigt und organisiert werden...

 

Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

 

mit lieben Grüssen

Xoff

24. Dezember 2008

JUHUI! ... :mrgreen:

 

Heut ist mir gelungen, das Schanzkleid vollkommen fertigzustellen!

Ich hatte etwas Respekt vor dem Bugabschnitt, da dort eine Art Abdeckung für die Fender den Handlauf verbreitert. Aber es ist alles gelungen und angelötet - juhui!

 

Leider reicht es mir jetzt nicht, noch Fotos zu machen und diese einzustellen... muss mich für die Weihnachtsfeier im Familienkreis vorbereiten (die würden ja schön schauen, wenn ich im Blaumann und Fingern voller Messing-Lot-Staub antanzen würde...8))

 

Aber ich versprech Euch, so rasch als möglich Bilder folgen zu lassen und die Bauschritte genauer zu beschreiben.

 

Erst mal ruhen die Arbeiten auf der Werft und es wird geschlemmt, gefeiert, gemütlich zusammengesessen und einfach mal die Seele baumeln gelassen...:D

 

Euch allen wünsch ich nr das Schönste - bis bald!

 

Xoff

26. Dezember 2008

Ihr Lieben!

 

Heute kann ich Euch endlich die versprochenen Fotos von den vergangenen Bauschritten liefern:

 

Das Schanzkleid ist fertiggestellt und verklebt:

164SchanzkleidBug_verklebt.jpg

 

165SchanzkleidVorn_verklebt2.jpg

 

Auf diesem Bild sieht man gut die Abdeckung für die Fender im Bugbereich, die ich angelötet habe.

 

Weiter ging's dann mit dem Mast, den ich ja schon vorbereitet hatte (bis zur ersten Verjüngung).

Jetzt ist die ganze Länge erstellt, sowie die vielen kleinen Teile angelötet. Dabei sind die Tritte für klettermutige, sowie die Podeste für die vielen Positions- und Funktionslampen:

 

166Mast_Rohbau.jpg

 

Hier noch zwei Detailfotos vom Mast:

169MastDetail_vonachtern.jpg

 

170MastDetail_vonvorn.jpg

 

Ebenso hab ich die Leiter auf das Steuerhaus, sowie die Reling auf dem Dach des Steuerhauses aus Messing hergestellt.

Auf der Foto ist alles noch nicht verklebt, deshalb sieht es noch ein wenig schief aus.... das werde ich beim Verkleben richten (soweit das geht...lol)

167Steuerhaus_mitMast_Reling.jpg

 

So sieht die «Endless Summer» im Moment aus:

168Stand20081226.jpg

 

Morgen kommen meine Werftarbeiter wieder aus dem Urlaub zurück (musste ihnen auf Druck der weinenden Kinder und der verzweifelten Ehefrauen und Freundinnnen wohl oder übel zwei Tage frei geben...;)) nd ich hoffe, dass dann wacker weiter gebaut werdn kann...:mrgreen:

 

Euch wünsch ich allen einen guten Abend - ich darf noch ein weiteres Weihnachtsessen im Familienkreis geniessen...:D

 

Liebe Grüsse

Xoff

28. Dezember 2008

Es ist wieder was gegangen auf der Xoffschen Werft...:mrgreen:

 

Die Reling auf dem Steuerhaus (und auch auf dem Rest des Aufbaus) ist fertiggestellt:

171Steuerhaus_Reling.jpg

 

Ebenso ist ein Teil des Eingangspodests zum Steuerhaus hergestellt.

 

Ein schönes Detail finde ich die Stützvorrichtung für den Mast: dieser wird sowohl in stehender, als auch liegender Stellung gehalten. Siehe Bilder:

172Mast_stehend_Detail.jpg

 

173Mast_liegend_Detail.jpg

 

Auf dem folgenden Bild sieht man auch den Handlauf zum Aufgang auf das Backdeck:

175Stand20081227_Backbord.jpg

 

Langsam aber sicher nimmt die «Endless Summer» Form an. Es macht mir Freude, immer mehr Details herzustellen und zu montieren.

Eigentlich wäre jetzt die Bemalung dran, aber davor habe ich grossen Respekt.

Die vielen perfekt lackierten Schiffe hier im Forum haben mir grossen Respekt eingeflösst und da ich nicht erfahren bin mit Spritzen, werde ich wohl mit dem Pinsel lackieren... Leider ist meine Werft nicht staubfrei, im Gegenteil, es wimmelt nur so von Stau:grummel:, was das schöne Lackieren noch um ein Vielfaches erschwert.

Ohne Lackieren kann ich aber nicht mehr lange weiter bauen - und so bin ich gezwungen, eine Lösung zu finden.

 

Ausserdem steht ein Badewannen-Test an, um die Zuladung, sowie die Wasserlage zu .. was aber auch die Lackierung des Rumpfes voraussetzt... ich werde mich also morgen noch ein wenig mit den Aufbau-Details beschäftigen können und muss dann am Montag mal in einen guten Farbenladen...

 

Jetzt leg ich mich aber zur Ruh..will ja morgen wieder für die Arbeit auf der Werft fit sein....:D

 

Mit einem lieben Gruss

Xoff

 

Es ist Weihnachtszeit - JUHEE! - und damit Zeit zum Bauen...:mrgreen:

 

Heute waren die Podeste bei den Steuerhaus-Eingangstüren dran:

176PodestSteuerhaus_Backbord.jpg

 

Auch Halterung für Rettungsring und eine kleine Stufe unterhalb der Eingangstür zum Steuerhaus sind auch dabei.

 

So sieht das Steuerhaus jetzt aus (mit abgelegtem Mast):

177Steuerhaus_Mastgelegt_achtern.jpg

 

Von ein bisschen weiter weg sieht die «Endless Summer» jetzt so aus:

178Stand20081228.jpg

 

Ich freu mich schon, morgen Farben holen zu gehen und mit dem Lackieren zu beginnen, bevor ich die jetzt gefertigten Relingteile und andere Metall-Details anbringen kann!

 

Langsam aber sicher muss ich mich auch um Details wie Ankerwinde und überhaupt die ganze Ankeranlage kümmern, mir Gedanken über die Beleuchtung des Masts machen, sowie noch einige Teile für die Aufbauten herstellen... ein wenig Sorgen machen mir noch die Fensterrahmen und die verschiedenen Lüfter-Abdeckungen (was nehme ich am besten für die Lüfterbleche???). Auch die verschiedenen Türen und Luken müssen noch hergestellt werden...mir geht in den kommenden Wochen die Arbeit an meinem Baby nicht aus...;)

 

Vorerst ist aber mal Schluss für heute...Sozialleben ist auch wieder mal angesagt...lol

 

Mit liebem Gruss

Xoff

30. Dezember 2008

Moinsen!

 

Gestern habe ich mich an die Luken (nennt man diese auch Luken? oder sind es «Türen»?...*nichtweiss*) gewagt.

Wegen meiner Lötlust habe ich sie ebenfalls in Messing gefertigt.

Sie sind beweglich und lassen sich öffnen - das heisst, ich muss hinter der Öffnung entsprechende Hintergründe bauen... zum einen Lüfterlamellen hinter den Luken an den Schornsteinverkleidungen und einen Innenraum hinter der Luke in den Aufbau.

 

Die Scharniere sind so gefertigt, dass sich noch leicht ein Rahmen zwischen Aufbau und Luken einpassen lässt.

 

Aber schaut selber:

179Aufbau_Luken.jpg

 

180Luken_Detail_Bb.jpg

 

181Luken_Detail_Stb.jpg

 

Diese Arbeiten nehmen recht viel Zeit in Anspruch, deshalb gehen die Arbeiten nicht sehr schnell vor sich. Aber das macht nichts, ich habe bei jedem Bauteil eine grosse Freude, wenn es fertig ist und passt.

 

Das Bauen und speziell das Arbeiten mit Messing machen mir besonders viel Spass diese Tage - ich würde am liebsten den ganzen Tag auf der Werft verbringen!

...aber da sind auch noch Arbeit (zum Geldverdienen), Kinder (die essen wollen und frische Wäsche undso), Freunde (die mich sehen wollen) - und natürlich eine Partnerin (die sich noch knapp an mein Aussehen erinnern kann...lol)... aber auch heute wird wieder ein wenig weitergebaut! Jawoll!

 

Liebe Grüsse aus der kalten *brrrr* Schweiz

Xoff

2. Januar 2009

Guten Morgen und ein wunderbares, modellbaumässig perfektes 2009 wünsche ich Euch allen!

 

Über die Festtage hatte ich einige Zeit, weiter zu arbeiten auf meiner Werft...:mrgreen:

Da ist einiges gegangen! Ich habe:

 

 

  • Alle Messingteile für die Aufbauten gefertigt
  • hinter allen beweglichen Türen Öffnungen gesägt
  • die Aufbauten in der Grundfarbe lackiert

 

Das tönt zwar nicht nach viel, aber vor allem die vielen Türchen hatten's in sich!

Alle Türchen sind beweglich gemacht mit meinem Scharniersystem, deshalb habe ich auch hinter jedem eine Öffnung gesägt - das wird dem Sound genug Austritts-Möglichkeiten geben...;)

 

Hier ein paar Fotos von den vielen Messingteilen, die ich in einer Vitrine aufbewahre:

Die Relingteile:

182Reling_vorgefertigt.jpg

 

Lüfterabdeckungen, Treppen, Dachreling:

183DiverseMesingteile_1.jpg

 

Mast und Auspüffe:

185DiverseMessingteile_2.jpg

 

Die Türchen und Lukenverschlüsse - nach Steuerbord (grüne Zigarrenschachtel) und Backbord (rot) getrennt:

184MesingteileStb_Bb.jpg

 

Das Lackieren der Aufbauten ging sehr gut, ich habe die sehr nützlichen Lackiertipps genutzt, vor allem Davids (@seegurke) Anti-Staub-Tipps haben mr sehr viel geholfen!

So habe ich aus einem Transportkarton eine Spritzkabine gebaut, diese mit Stoff ausgekleidet und alles mittels eines Zerstäubers mit Wasser feucht gemacht, sowie den Raum auch ein wenig eingesprayt. So hat sich der Staub gebunden und ich konnte trotz des allgegenwärtigen Staubs gut lackieren. Nach der Lackierung habe ich die Spritzkabine vorne mit feuchtem Stoff verschlossen, so dass kein Staub eindringen konnte (schliesslich wollte ich danach noch weiterarbeiten...;))

Das Resultat lässt sich sehen: kein Staub auf der frischen Farbe, gute Deckung der Farbe (geld drei Schichten, rot zwei).

Die Verwendung von Spraydosen hat sich gelohnt (nachdem ich ja ziemlichen Respekt vor deren Anwendung hatte): die Schichten sind schön dünn, so dass alle Löcher noch offen sind, und eine regelmässige Farbschicht erfreuen den Reeder...:mrgreen:

 

186Aufbauten_Grundlackierung.jpg

 

Jetzt kommt dann das nächste Problem: das Hibiskus-Tarnmuster....!

Dazu muss ich kleine Hibisks-Schablonen herstellen, die zum Sprayen geeignet sind...das macht mir noch ein wenig Sorgen...

 

Naja, erst mal in den Baumarkt, muss unbedingt Kleinmaterial wie Schleifscheiben für den Dremel, 1mm-Bohrer und Spraydosen haben (so viele Feiertage haben mein Infrastruktur- und Rohstofflager massiv schrumpfen lassen!).

 

....und im Modellbaushop in Weil am Rhein (D) geh ich auch vorbei...will wissen, ob sie schon was von meinen Schottelantrieben wissen...die wären eigentlich mein grosses Weihnachtsgeschenk gewesen...:D

 

So freue ich mich auf ein Wochenende mit viel Werftarbeit - aber wegen meines Geburtstages am 4. Januar muss ich noch einiges organisieren und in der Küche herstellen...und die Wohnung will auch noch aufgeräumt werden...:Beule:

 

Euch allen wünsch ich einen guten Tag und hoffentlich genug Zeit zum Werkeln in der Werft!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

 

Ich möchte Euch das Ergebnis der Grundlackierung mit angebauten Kleinteilen aus Messing zeigen - der Blick von Steuerbord aus (im Hintergrund ein unkenntlich gemachter Plan...den darf ich ja nicht zeigen):

189Stand20090102_2.jpg

 

von achtern aus gesehen:

188Stand20090102_1.jpg

 

Die grossen Löcher werden noch von Lüftungsgittern verkleidet...diese konnte ich nicht einfach anstecken, so wie all die anderen Kleinteile.

 

Das Steuerhaus hat noch abgeklebte Fenster...die lass ich im Moment noch dran bis ich weiss, wie weiter mit der Lackierung (ist nämlich eine ziemlich knifflige Arbeit, von Innen abzudecken...)

 

Ich habe heute einen Versuch mit dem Schablonieren der Hibiskus-Blüten gemacht - ein sehr unbefriedigender Versuch...nun bin ich ein wenig ratlos. Werde mir wohl erst mal Maskierfolie kaufen...dafür morgen in ein Fachgeschäft für Airbrush.

 

Die Farbkombination gelb-rot gefällt mir ganz und gar nicht - diese Farben müssen auf alle Fälle noch aufgebrochen werden. Schaffe ich mit der Idee des Hibiskus-Tarnmusters keine befriedigende Lösung, so muss ich wohl umlackieren (das kann ich ja mittlerweile...hihi)

 

...irgendwie war heute nicht so mein Tag, wenig funktionierte wie geplant...naja, das kommt vor und ich bin zuversichtlich, morgen etwas mehr zu schaffen...;)

 

Euch allen einen schöne, guten und angenehmen Abend!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

4. Januar 2009

Liebe Schiffsmodellfreunde

 

Heute hatte ich Geburtstag - da blieb neben all der Festerei fast keine Zeit für den Schiffbau... aber gestern hatte ich Gelegenheit, den unteren Teils des Aufbaus meiner «Endless Summer» mit dem geplanten Hibiskus-Muster zu versehen.

 

Das Vorgehen war folgendes:

Aus Maskierfolie habe ich mit einer Scherenschnittschere Positiv-Masken geschnitten (immer 5 auf's Mal, das ging gerade noch von der Dicke des Materials her) - insgesamt waren es rund 100 Masken.

Pro Farbschicht (von Dunkelrot bis hellgelb, 8 Farbnuancen) habe ich etwa 15 Masken aufgeklebt und diese haben dann die Farbe der darunterliegenden Farbschicht konserviert, während der Rest des Aufbaus mit der helleren Farbe gesprayt wurde.

Die Masken der einzelnen Schichten habe ich überlappend aufgeklebt, so dass diese Art Tarnmuster entstand.

 

Als der ganze Aufbau am Ende hellgelb war, habe ich noch - nass in nass - mit ein paar Spritzern dunklerer Gelb- und Orangetöne eine feine Schicht gelegt, die das grelle Gelb etwas aufbrach.

 

Das Resultat lässt sich sehen, bedarf aber noch einiger Nachbearbeitung.

 

Schau aber lieber selber:

190Aufbau_mitHibiskus.jpg

 

Auf der Foto sind die Farbnuancen nicht sehr schön herausgekommen, muss wohl mal bei Tageslicht draussen ein paar Fotos schiessen...;)

 

Der Bericht fällt heute recht kurz aus, da ich noch in der Wohnung aufräumen muss und vor allem sehr müde bin vom Feiern...;)

 

Euch allen wünsche ich einen guten Start in die erst Arbeitswoche dieses neuen Jahres - möge es Euch allen viel Erfolg bringen!

 

Mit lieben Grüssen

Xoff

7. Januar 2009

Auch die letzten zwei Tage habe ich jede freie Minute auf der Werft verbracht und viel gearbeitet. Leider gibt es nicht sehr viel zu fotografieren - einerseits weil es viele Vorbereitungsarbeiten sind, zum anderen weil die Fortschritte nicht sehr fotogen sind...und dann ist mir auch noch ein Malheur passiert...

 

..aber eines nach dem anderen (wie in Paris..:mrgreen:)

 

Die Süllränder für die Aufbauten sind dran...eigentlich hätten sie schon längst fertig sein sollen, zumindest vor der Lackierung. Aber ich konnte mit der Lackierng einfach nicht warten und hoffe nun, dass sie sich jetzt noch verkleben lassen (habe vor, das mit Holzleim zu machen...)

Ich werde die Aufbauten nicht miteinander verkleben, sondern einzeln demontierbar machen. Deshalb sind auch zwei Rahmen mit Süllrand zu erstellen.

Für die Befestigung und Fixierung der Aufbauten habe ich mich entschieden, Magnete zu verwenden (www.supermagnete.de - eine SUPERSEITE!)

 

Die Lackierung des unteren Aufbaus ist zwar gut gelungen (wenn es einem denn gefällt...;)), aber irgendwie hat sich die Klebschicht von der Maskierfolie gelöst und sich auf dem lackierten Aufbau festgesetzt... das ist ziemlich misslich. Mit einem Lösungsmittel kann ich diese klebrige Schicht nicht entfernen, da dieses die Lackierung mit Nitro-Lack zunichte machen würde. Mit einem recht scharfen Reinigungsmittel ist es mir aber recht gut gelungen, den grössten Teil dieser Sauerei zu entfernen...;)

Um die Oberfläche der Lackierung zu versiegeln habe ich sie dann mit Klarlack gesprayt - so werde ich beim Weiterarbeiten einen Schutz vor Kratzern und Staub, der sich an den klebrigen Stellen festsetzt, haben.

 

Beim Versuch, die Dachflächen der beiden Aufbauten mit grüner Farbe zu lackieren ist mir eine klassiche Anfängerdummheit passiert: zuerst dachte ich, es sei eine gute Idee, diese Flächen mit dem Pinsel zu lackieren - mit einer Nitro-Farbe wie für die Hibiskus-Lackierung. Der Anstrich gefiel mir aber weder von der Farbe her noch von der Deckkraft. Deshalb entchied ich mich heute, mit einem anderen Farbton drüber zu sprayen...und das war der grosse Fehler: kurz nach dem Aufsprayen der Farbe begann sich die ganze Oberfläche zu krakeln und abzulösen!:ohno:...dabei hatte ich doch in einem Thread über's Lackieren gelesen, dass man aufpassen soll bei der Verwendung von verschiedenen Farben...:nerv:

Also musste die gesamte Fläche von der fehlerhaften «Farbschicht» gereinigt und dann wieder geschliffen werden...TOLL!:nerv:

 

Für die Scheuerleisten habe ich heute im Baumarkt endlich die zündende Idee: ich suchte nach einem schwarzen Gummischlauch oder einem Gummistab mit rundem Querschnitt und einem Durchmesser von 10mm... das ist sehr schwierig bis unmöglich zu finden!...aber warum nicht ein schwarzes Stromkabel nehmen...?...und es hatte sogar eines mit genau 10mm Durchmesser...8)

Die Litzen liess ich gleich drin, die stören ja nicht und geben dem Ganzen zusätzliche Stabilität.

Aus einem 20mm breiten und 0.5mm dicken Messingblechstreifen, den ich mir bei meinem Metallhändler (www.metalladen.ch) habe zuschneiden lassen, bog ich ein U-Profil von 10mm Breite. Abgelängt und an den Krümmungen eingesägt ergibt das die perfekte Halterung für die Scheuerleiste...und natürlich lässt sich diese Messinghalterung dann auch noch mit den erwünschten Alterungsspuren wie Schrammen und Dellen versehen (das kommt dann später, wenn alle Scheuerleisten montiert sind)

Zuerst habe ich ein relativ kleines Stück an der Backbordseite des Bugs angefertigt, was gleich beim ersten Versuch zu einem befriedigenden Resultat führte!8)

Dieses habe ich dann mit Araldit Crystal (transparent) an den Rumpf geklebt und das schwarze Kabel gleich miteingeklebt...

Davon habe ich Fotos gemacht:

191Scheuerleiste_Bb_vorn_1.jpg

 

192Scheuerleiste_Bb_vorn_vonoben.jpg

 

Hier sieht man schön, dass es sich um ein Kabel handelt...die Enden muss ich noch verspachteln:

193Scheuerleiste_Bb_vorn_Detail.jpg

 

Soviel zu den Fortschritten von gestern und heute...es macht schlicht ungemein Spass, wie die «Endless Summer» schöner und schöner wird und ein Teil nach dem anderen hinzukommt...:mrgreen:

 

Jetzt bin ich müde und leg mich zur Ruh:Bolt:

 

lg

Xoff

9. Januar 2009

 

Es ist wieder einiges gegangen auf meiner Werft...:mrgreen:

Ich habe mich an

  • den Süllrand für den Aufbau,
  • den Süllrand für die Brücke,
  • die Lackierung der Trittflächen und
  • die Backbord-Scheuerleiste

gewagt.

Der Süllrand für den unteren Teil der Aufbauten habe ich aus 15x5mm-Leisten gefertigt. Er soll nicht nur den Aufbau führen und halten, sondern auch eine wirksame Barriere gegen allfälliges Wasser sein.

Seine etwas exotische Form mit den vielen Ecken ist durch den Aufbau bestimmt...da stehen ein paar Eckverstärkungen und der Aufgang im vorderen Teil einer geraden Form im Weg.

Gleich habe ich den Süllrand und das Backdeck noch weiss grundiert.

So sieht das jetzt aus:

197Suellrand_Aufbau.jpg

Der Süllrand für die Brücke steht nun auch. Er ist aus 10x5mm-Leisten hergestellt. Er ist sichtbar auf der Aussenseite angebracht, was aufgrund der Bauweise der Brücke nicht anders ging. Das sieht nicht «echt» aus, ich weiss, aber das ist nun eine Situation, wo ich mich entschieden habe, auf Originaltreue zu verzichten und ein Bauteil, das normalerweise versteckt ist, sichtbar zu fertigen.

Hier muss wohl kaum Wasser abgehalten werden (wenn's auf dieser Ebene Wasser hat habe ich ein anderes Problem...lol), aber er soll die Brücke halten. Deshalb ist der Süllrand passgenau gefertigt und die Brücke lässt sich leicht aber fest sitzend einstecken.

Nach dem Festleimen und Verschleifen habe ich die Oberseite des unteren Aufbaus mitsamt dem Süllrand dunkelgrün lackiert:

194Suellrand_Bruecke.jpg

Nach der Lackierung der Trittflächen sehen die Aufbauten nun - zusammengesteckt - so aus:

195Stand20080108.jpg

Diese Lackierung werde ich noch mit ein/zwei Schichten transparentem Lack versiegeln um sie vor Kratzern zu schützen...schliesslich muss ich noch einige Arbeiten an den Aufbauten vornehmen und will nicht die ganze Arbeit nochmals machen...;)

Besonders stolz bin ich über die Scheuerleiste, die ich auf der Backbordseite bereits fertiggestellt habe...8)

Die Fertigungsmethode mit dem selber gebogenen U-Profil aus Messing und dem schwarzen Stromkabel hat sich bewährt und als sehr praktikabel erwiesen. Selbst so enge Kurvenradien wie sie am Heck vorkommen sind damit kein Problem.

Etwas knifflige Arbeit kommt noch auf mich zu: da muss noch einiges geschliffen und verspachtelt werden, um eine schöne Verbindung zwischen Deck und Scheuerleisten-Halterung herzustellen...

Das Bild ist aber bereits jetzt sehr schön, finde ich:mrgreen::

196Scheuerleiste_Backbord.jpg

Die nächsten Arbeitsschritte sind:

  • die Scheuerleiste auf der Steuerbordseite,
  • verspachteln, schleifen und lackieren des Backdecks und
  • Fender und Scheuerfläche am Bug.

Dafür werde ich heute ab Mittag Zeit haben...;)

11. Januar 2009

Guten Morgen!

 

Seit Freitag ist auf meiner Werft nicht sehr viel sichtbares gegangen...aber die Arbeiten schreiten gut voran:mrgreen:

 

Das Backdeck ist lackiert (dunkelgrün), was sehr gut ging. Die Abklebearbeit war jedoch sehr aufwändig, hat sich aber gelohnt!

Sieht nun so aus:

198Backdeck_lackiert.jpg

 

Ausserdem habe ich die Scheuerleiste auf der Backbordseite mit Polyesterspachtel verspachtelt und schon mal grob verschliffen. So ist nun ein recht gutes Bild entstanden und der Übergang von Deck zu Scheuerleiste ist nun wirklich gut gelungen. Auch die Einschnitte, die ich zum Biegen des U-Profils anbringen musste, sind verspachtelt und nicht mehr sichtbar:

202Scheuerleiste_verspachtelt_Bb.jpg

 

201Scheuerleiste_Heck_Bb.jpg

 

Für die Enden der Scheuerleisten muss ich mir noch etwas einfallen lassen, damit der überstehende Teil des Stromkabels eine schöne Form erhält:

199Scheuerleisten_Abschluss_Bb.jpg

 

Jetzt bin ich erst mal an einen Brunch eingeladen...hoffe aber sehr, später am Tag noch zum Bauen zu kommen...;)

 

Euch wünsch ich einen guten Sonntag!

 

Mit liebem Gruss

Xoff

14. Januar 2009

Guten Morgen :mrgreen:

 

Es kommt mir vor, wie wenn ich schon lange keinen Baubericht mehr geschrieben hätte - dabei ist es erst vor drei Tagen gewesen...

 

Es ist aber so vieles gegangen in den vergangenen drei Tagen und ich war so oft auf der Werft, dass es höchste Zeit ist, wieder zu berichten:

 

Ich habe:

 

 

  • die Scheuerleisten fertig verspachtelt,
  • den Rumpf ein weiteres Mal an einigen Stellen gespachtelt und verschliffen
  • den Rumpf lackiert

 

Die Scheuerleisten sind nun auf beiden Seiten fertig montiert und verspachtelt, die Enden sind sauber abgeschlosssen und alles ist verschliffen.

Das Spachteln der Übergänge mit Polyesterspachtel (ein geniales Material!) hat ein sehr schönes Ergebnis geliefert und ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden:

204Scheuerleiste_Stb_verspachtelt.jpg

 

Das kommt auf der Foto zwar nicht so gut zur Geltung, wie es in der Realität aussieht und sich anfühlt, aber eine Idee davon dürfte rüberkommen...:D

 

Die Abschlüsse der Scheuerleisten-Enden mit den angepassten Messingrohren (12/0.5mm) sind mir schön gelungen:

203Scheuerleiste_Heck_Verkleidung.jpg

 

Da sieht man einen Schönheitsfehler: eine nicht verspachtelte Stelle an der Steuerbordseite des Hecks...das hab ich Dussel vergessen zu spachteln...:ohno:

 

Die «Endless Summer» habe ich anschliessend auf den Kopf gestellt (mittels an die Spanten angezwingten Holzresten, die als Ständer dienten). So konnte ich die Unterseite der Scheuerleisten noch fertig verschleifen. Dann habe ich den ganzen Rumpfes - ausser eben dieser Stelle *nerv* - kontrolliert und die schadhaften Stellen noch einmal verspachtelt und geschliffen. So war er für's Lackieren vorbereitet.

 

Die Lackierung des Rumpfes ging so vor sich:

Zuerst kam der Überwassser-Teil dran. Abkleben und Grundlackierung in Verkehrsgelb waren die ersten Schritte.

Nebenbei hatte ich 5 verschiedene Hibiskus-Blüten-Formen in drei verschiedenen Grössen aus Maskierfolie ausgeschnitten (mit einer Scherenschnitt-Schere). So bekam ich rund 30 Schablonen für das «Hibiskus-Tarnmuster» - im Gegensatz zu den Masken für die Aufbauten waren diese als Negativ-Schablonen ausgeführt...am Rumpf wollte ich nur jeweils die Blüten sprayen.

 

Lackiert habe ich in mehreren Schritten, so dass die Blüten sich überschneiden und in verschiedenen Farben, teilweise transparent, übereinander liegen. Die Lackierung ist jeweils mit kurzen Spritzern mit mehreren Rot- und Gelbtönen pro Lackschicht vorgenommen, zum Teil mit grösseren Spritzern, so dass sich ein - meiner Meinung nach - sehr schönes Bild ergeben hat:

208Detail_SchLeiste_Hibisk_Bug_Bb.jpg

 

Hier sieht man auch die Scheuerleisten im Bugbereich sehr gut.

Die nicht lackierte Stelle am Bug ist frei gelassen, damit ich dort die Scheuerfäche aus Gummi ankleben kann.

 

Nach dem Anbringen des Hibiskus-Musters habe ich auf der Überwasser-Fläche noch mit unregelmässigen Spritzern und Farbnebeln das grelle Gelb etwas gebrochen. Mit Schnittresten von den Hibiskus-Blüten habe ich davor noch ein paar Stellen abgedeckt, so dass dort gelbe Blütenteile übrig blieben...sieht man auf dem folgenden Bild über der Ankertasche:

209Detail_Hibiskus_Bug.jpg

 

Hier sind auch sehr gut die Spritzer zu sehen, sowie die abschliessende «Nebelung» der gesamten Oberfläche.

 

Anschliessend Abdeckung abgenommen und den Unterwasser-Teil vorbereitet. Diesen habe ich dann gestern Abend in Rubinrot (RAL3003) in mehreren Schichten gesprayt, was eine schöne Oberfläche ergeben hat.

 

Das Staubproblem habe ich so gelöst:

den gröbsten Staub auf der Werft mit dem Staubsauger entfernt. Dann den Heizlüfter abgestellt und mich nur noch im Zeitlupentempo bewegt. Kurz vor dem Lackieren habe ich mit einem Zerstäuber einen Wassernebel ins ganze Atelier geblasen, gewartet, allfällige Tröpfchen auf der zu lackierenden Fläche abgeputzt und dann sorgfältig lackiert...8)

 

Jetzt ist die Aussenhaut des Schiffes fertig lackiert.

Das Bild sieht nun so aus - von Steuerbord:

205Ansicht_Stb_Stand20080113.jpg

 

...von Backbord:

206Ansicht_Bb_Stand20080113.jpg

 

..und von vorn:

207Ansicht_Bug_Stand20080113.jpg

 

Jetzt sind nur noch die Halterungen für die Scheuerleisten schwarz zu lackieren - was ich mit dem Pinsel von Hand machen werde.

 

Es ist - glaub ich - überflüssig zu sagen, dass ich eine grosse Freude am Resultat habe und einen gewissen Stolz empfinde...:mrgreen:...mir gefällt mein Baby so sehr gut und ich freue mich schon, es zum ersten Mal ins (Badewannen-)Wasser zu lassen...deshalb warte ich sehnlich auf die im November bestellten Schottelantriebe, die ich gern davor einbauen möchte...

 

Die nächsten Schritte sind wohl eher die kleinen Details - und von denen habe ich so einige anzufertigen und herzustellen...und dann kommt die Fernsteuer- und Funktionstechnik an die Reihe...die Arbeit wird mir auch in den kommenden Wochen nicht ausgehen!

 

Euch allen einen guten, sonnigen Tag

 

Xoff

 

Heute sind die Antriebe gekommen, die ich bei Aeronaut als Spezialanfertigung bestellt hatte:mrgreen:

 

Ziemliche Dinger, die beiden:

Schraubendurchmesser 110mm

Aussendurchmesser der Schottel: 150mm

Höhe über alles: 240mm

Untersetzung Antriebszahnräder: 3:1 (also kein Getriebe notwendig für einen Speed 900BB mit rund 6500U/min.)

 

Aber schau selber:

210Schottelantriebe.jpg

 

Schön ist, dass sie die beiden Propeller gegenläufig angefertigt haben:)

 

Unter dem Rumpf (zum Grössenvergleich) sieht das so aus:

211Schottel_unterRumpf.jpg

 

Ansteuern werde ich mit Servos (zumindest solange, bis ich eine Möglichkeit gefunden habe, die Schottel rundherum zu drehen). Dazu habe ich mich für die Hitec-Servos HS-5746MG Digi entschieden, die laut Beratung in «meinem» Modellshop in Weil am Rhein (D) genügend Stellkraft haben sollten.

Der Ruderweg von 45 Grad in eine Richtung reicht, um die Schottel um 180 Grad zu drehen.

 

Jetzt hör ich auf zu schreiben, denn ich muss das TEil wieder in die Hand nehmen...fühlt sich so gut an und ich hab' ne Riesenfreude daran:mrgreen:...genauso soll sich ein kombiniertes Weihnachts-Geburtstagsgeschenk anfühlen8)

18. Januar 2009

Guten Morgen!

 

Heute berichte ich über:

 

 

  • den Einbau der Schottel-Antriebe
  • den Abschluss des Scheuerleisten-Themas
  • die Scheuerfläche am Bug

 

Der Einbau der Schottel-Antriebe gestaltete sich relativ einfach, nachdem ich mir genauestens Gedanken darüber gemacht hatte.

 

Zuerst mussten zwei Löcher in den Rumpf gebohrt werden, nachdem die Lage der Antriebe definiert worden war. Das Einzeichnen gestaltete sich recht einfach, ich habe genau nach Plan den Ort für die Öffnungen gewählt. Erst habe ich mit einem feinen Bohrer (2mm) von Innen ein kleines Loch gebohrt, welches mir Aussen den Mittelpunkt des zu bohrenden Lochs angab.

Von Aussen konnte ich dann mit einem 24mm-Bohrer die Öffnung herstellen. Ich habe extra einen 2mm grösseren Bohrer gewählt, um einerseits ein wenig Spiel zu haben für die Feinjustierung, andererseit um mit ein wenig Kleber die ganze Schose noch fixieren zu können.

 

Ausserdem musste der eine Spant an zwei Stellen ausgenommen werden, um die überstehende Montageeinheit anzubringen. Das war nicht ganz einfach...habe zuerst mit einem 2mm-Bohrer die zu entfernende Stelle mittels vielen kleinen Löchern angebohrt, dann mit einem gekürzten Sägeblatt durchgesägt, mit einer Zange ausgebrochen und mit Dremel-Billig-Verschnitt und Feile angepasst.

 

Um die Montage/Steuer-Einheit vom eigentlichen Schottel zu trennen war der Kauf einer Sprengringzange notwendig...dazu nahm ich einen Antrieb mit zum Werkzeugspezialisten (der staunte nicht schlecht!) und verliess den Laden mit einer entsprechenden Zange.

Das Trennen ging so ganz einfach. Die Achse aus Messing ist - glaub ich - in Keramik gelagert und jetzt fand ich auch heraus, warum einer der Schottel sich nicht so leicht drehen lässt: der Schaft ist ein klein wenig zu lang, so dass der Sprengring sperrt...diesen Schaft muss ich noch ein wenig kürzen mit der Feile.

 

Da ich die Montage-Einheit nicht fix im Schiff verbauen, sondern demontieren können will, musste zuerst ein kurzes Stück Messingrohr angefertigt werden, das über den Schaft der Montage-Einheit passt und welches dann fix mit dem Rumpfboden verklebt wird. Nach viel Schleifarbeit passte das Rohr mit Innendurchmesser 20mm auf den Schaft mit Aussendurchmesser 20mm...:|

213SchottelEinbau_1.jpg

 

Links das Rohrstück neben, rechts auf den Schaft aufgesteckt. Das Rohr ist ein wenig kürzer, weil da noch was dazwischen kommt:

 

Dann fertigte ich eine Grundplatte aus 3mm Flugzeugsperrholz an, die ich an der Unterseite entsprechend der Rumpfform abschliff. Dies war notwendig, weil für einen stimmigen Einbau (Neigung der Schottel und Parallelität) der Rumpf eine «falsche» Neigung hat.

Diese Grundplatte sieht so aus:

214SchottelEinbau_2.jpg

 

Man sieht auch die bereits aufgeklebte Verstärkung für die Verschraubung.

 

Zusammengebaut sieht es so aus:

215SchottelEinbau_3.jpg

 

Bestimmt fällt am Hinteren Ende auf, dass die Grundplatte etwas zu kurz geraten ist, was aber der Verschraubung nicht entgegenläuft, denn die Schrauben sollen in der 12mm dicken Bordwand fixiert werden und nicht in der Grundplatte. An die verstärkte Bordwand hatte ich schon zu Beginn der Bauarbeiten gedacht, was Ihr an diesem alten Bild erkennt:

Heck_Rohbau.jpg

 

Jetzt war alles Bereit zum Verbauen - ich musste mir nur noch überlegen, wie es technisch machbar ist, die korrekte Lage der Schottel zu prüfen und fixieren. Zum Einkleben habe ich mich für Araldit Standard© entschieden, der hat eine Tropfzeit von über einer Stunde...ich hatte also genügend Zeit.

Das Ausrichten ging sehr gut: zuerst viel Araldit anrühren und Rumpf innen und Grundplatte unten an den richtigen Stellen beschmieren (das ist wirklich eine Schmiererei - diese Epoxykleber sind zäh und klebrig...unmöglich, sauber zu arbeiten:nerv:) und einpassen.

Mittels eines Holzstücks auf den Antriebsblöcken konnte ich leicht die parallele Lage der Schottel prüfen. Die Neigung stellte ich nicht ganz so stark ein, wie auf dem Plan, sondern wählte eine eher senkrechte Lage. Das aus der Überlegung, dass der Antrieb ein Tauchen des Hecks verursacht, wenn er zu sehr nach hinten oben zeigt...

Mittels Schifthölzern (die schauen nun halt unter der Grundplatte hervor...) habe ich das Ganze ausgerichtet.

Eingebaut sehen die Schottel von oben so aus:

216SchottelEinbau_4.jpg

 

Die Antreibswellen laufen schön parallel und der Einbau der Motoren dürfte kein Problem darstellen, da ich genügend Spanten habe, an denen sich eine Motorenbefestigung montieren lässt.

 

Das Bild der eingebauten Schottel sieht dann so aus:

217SchottelEinbau_5.jpg

 

Der kritische Betrachter stellt natürlich gleich fest, dass ich entgegen meiner Ankündigung die Propeller gegenläufig oben nach aussen eingebaut habe. Da werde ich aber noch Tests durchführen, sobald die «Endless Summer» fahrtüchtig ist und die Drehrichtung der Propeller ideal einstellen. Ich werde darüber berichten.

 

Jetzt bleibt mir dann noch den Spalt in der Rumpfhaut mit Araldit zu füllen und so den Einbau der Schottel abzuschliessen.

 

Die Scheuerleisten habe ich schwarz gestrichen, was dem Überwasserschiff bereits einen fertigen Anschein gibt. Ebenso wurde die Heckrolle schwarz lackiert.

Diese Lackierung habe ich von Hand mit dem Pinsel vorgenommen. Ich habe extra einen relativ feinen Pinsel gewählt, um so die Lackierung realistisch zu gestalten...es sieht jetzt so aus wie von Hand gepinselt. Ausserdem wäre das Sprayen vom Abdecken her viel zu kompliziert gewesen, vor allem bei den Öffnungen im Schanzkleid, wo der Übergang von schwarzer Bemalung und dem gebeizten Deck ist.

 

Ausserdem habe ich den Gummi für die Scheuerfläche am Bug angeklebt. Dafür benutzte ich Patex Kontaktkleber©, was für Gummi der ideale Werkstoff ist, weil er elastisch ist und sofort klebt.

218Stand20080118.jpg

 

Diese Scheuerfläche wird nun noch mit senkrechten Gummistreifen von einer noch zu definierenden Breite beklebt, damit die Fläche nicht so homogen aussieht, sondern einen realistischen Eindruck hinterlässt. So (Smit Mersey) sieht es beim Original aus, da sind es wohl aufgeschnittene Reifen.

Ich werde Streifen aufkleben, wobei ich das Profil der Reifen wahrscheinlich ignorieren werde - das ist mir im Moment einfach ein zu grosser Aufwand und kleine Reifen will ich nicht verarbeiten, da ich nicht glaube, dass ich es sauber hinkriege. Ob ich irgendwie noch senkrechte Kerben einschneide weiss ich noch nicht.

 

Eine der nächsten Arbeiten wird der Bugfender sein, wofür ich mir folgendes System ausgedacht habe:

Als Grundkörper kommt ein dunkelgraues Isolierrohr aus Schaumstoff zur Anwendung, das sich leicht biegen und entsprechend der unterschiedlichen Durchmesser (siehe obigen Link zur Foto der Smit Mersey) anpassen lässt. Auf dieses Rohr mit den Grunddimensionen Aussendurchmesser 45mm, Loch innen 15mm (hab ich bei OBI gefunden) werden Gummistreifen aufgeleimt, zwischen denen dann die Fenderbefestigungen angebracht werden.

 

...und jetzt muss ich mich mal um meinen vernachlässigten Haushalt kümmern (Wäsche, Geschirr:grummel:)...würde aber lieber gleich auf die Werft gehen...hoffe einfach, meine Arbeiter tun auch etwas ohne dass ich ihnen auf die Finger schau!

 

Euch allen einen guten Sonntag - bei DEM Wetter ist fast nichts anderes als Schifflebauen angesagt....rausgehen liegt nun gar nicht drin (das werden die holden Damen bestimmt verstehen...die kann man ja vor'm TV parken oder ins Thermalbad schicken...:mrgreen:)

 

Heute hab ich mich an den Bugfender gemacht:

 

Mit einem Isolationsrohr (Aussendurchmesser 45mm, Innen 15mm) aus dunkelgrauem Schaumstoffmaterial, um das ich Gummistreifen (Dicke 3mm) geklebt habe (wieder mit Patex Kraftkleber©).

Befestigt habe ich das Ganze mit einem Messingdraht, den ich durch das Rohr gezogen und an den Enden mit einer Messingspannschraube versehen am Schanzkleid befestigt habe.

Zwischen den einzelnen Gummistreifen werden wieder Messingdrähte gespannt, die mit Schrumpfschlauch ummantelt sind.

 

Eine Vorinstallation habe ich bereits vorgenommen, wobei mir einzelne Gummistreifen und auch die Dicke der Befestigungs-Drähte noch nicht gefallen...daran muss ich noch arbeiten...

 

Ausserdem sind die abschliessenden Gummistreifen noch zu gross - der Fender läuft nicht schön gegen das Ende aus.

 

Aber schaut selber:

219Bugfender1.jpg

 

220Bugfender2.jpg